Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Meldungen aus dem Landesverband

Fri, 20.01.2023

Regionaler Marktkommentar

Die niedersächsischen Getreidemärkte bleiben dem Wetter entsprechend weiter unterkühlt. Bei Landwirten mit noch bestehenden Lagerbeständen breiten sich Sorgen um die Preisentwicklung aus. Aktuell werden hin und wieder Teilmengen verkauft, um sich zukünftigen Entwicklungen nicht vollends ausgeliefert zu sehen. Der anhaltende Druck durch die internationalen Märkte könnte dazu führen, dass sich die schwache Tendenz am hiesigen Getreidemarkt fortsetzt. Als Gründe dafür sind die unerwartet große Ernte in Australien und Indien sowie die Ausweitung der Weizenanbaufläche in den USA zu nennen. Es gibt allerdings auch Faktoren, welche für eine Belebung bis zur nächsten Ernte sorgen könnten. Zu beobachten sind dabei mögliche Auswinterungsschäden in Russland und den USA, Auswirkungen der Dürre in Südamerika und die kommende Ernte in der Ukraine, welche unter den anhaltenden Kriegsbedingungen leiden könnte. Eine Prognose zur Getreidemarktentwicklung gleicht aktuell entsprechend einem Blick in die Glaskugel. Auch der Handel mit Kartoffeln bleibt weiter ruhig, aber stetig. Die Preise pendeln sich auf Vorwochenniveau ein, wobei hohe Notierungen nur bei Topqualitäten erreicht werden. Insgesamt scheint die Qualität aber weniger gut zu sein. Als Gründe dafür werden Silberschorf oder Wurmfraß genannt. Die Kaufbereitschaft der Verbraucher beschränkt sich weiterhin hauptsächlich auf günstige Angebote, was kostenintensivere Gebinde zu Ladenhütern werden lässt. Bei Sojabohnen kann hingegen ein positiver Trend beobachtet werden. Ausschlaggebend dafür ist eine unerwartet niedrige Produktion in den USA und eine schwache Ernte in Argentinien. Der Rapspreis hat die 600-Euro-Marke zuletzt jedoch nicht erneut erreichen können. Frei Erfasser wurden zuletzt 545 EUR/t genannt.

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