Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

01.12.2022
Weihnachtsstimmung auf dem Bauernhof

Landwirtin liest besinnliche Geschichte für Kinder

Kerzen, Kekse und Gemütlichkeit: Der Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden e. V. möchte die Weihnachtsstimmung auf die landwirtschaftlichen Betriebe holen und haben dafür Familie Bassen aus Scheeßel sowie Familie Meier aus Deelsen mit ins Boot geholt.

Wir laden Familien mit Kindern im Grundschulalter zu einer weihnachtlichen Hofgeschichte ein. Landwirtin Sabine Bassen sowie Landwirtin Anja Meier lesen jeweils eine besinnliche Geschichte vor, der Kinder auf gemütlichen Strohballen sitzend lauschen können (Bitte warme Kleidung anziehen). Die Vorlesegeschichte ist für circa 20 Minuten angesetzt. Für ein paar süße Leckereien ist gesorgt, Getränke können vor Ort gekauft werden. (Bitte keine eigenen Getränke mitbringen). Auch der Weihnachtsmann hat sich für die Veranstaltung bei Familie Bassen angekündigt. Er möchte gern kleine Schokoweihnachtsmänner verteilen – solange der Vorrat reicht.

Weihnachtliche Hofgeschichte Scheeßel Wann: 11.12.22 von 16:00-17:00 Uhr Wo: Familie Bassen, Finteler Weg 2, 27383 Scheeßel (ohne Anmeldung)

Weihnachtliche Hofgeschichte Kirchlinteln Wann: 17.12.22 ab 16:30 Uhr Wo: Familie Meier, Brammer Weg 3, 27308 Kirchlinteln Anmeldung: sievers@landvolk-row-ver.de

29.11.2022
3 nach 9

Landvolk übt Kritik an fehlenden journalistischen Standards

Kritik an fehlenden journalistischen Standards

Viele Landwirt*innen lässt der Auftritt von Hannes Jaenicke bei 3nach9 wütend zurück. Auch wir als Interessenvertretung sind mehr als verwundert über die fehlenden journalistischen Standards der Sendung.

Hannes Jaenicke darf in der Talkshow-Runde sein neuestes Buch bewerben und es fallen Sätze wie:

„Milchkühe sind das gequälteste Produkt unseres Hungers!“

„Wenn es nicht explizit Bio- oder Heumilch ist, ist es (die Milch) kein gesundes Produkt.“

„Kühe sind stehende Milchtanksäulen auf vier dünnen Beinen, meistens krank, ständig medikamentös behandelt.“

Sowohl der Bremische Landwirtschaftsverband als auch unser Vorstand stehen mit der beteiligten Redaktion in persönlichen Kontakt!

Denn den Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, umfassend und ausgewogen zu berichten, hat die Sendung verfehlt. Die Moderatorin übernimmt unreflektiert die Behauptungen des Buchautors, ohne einmal kritisch nachzufragen oder einzuordnen.

Da jede Meinung zählt, raten wir auch unseren Mitgliedern dazu, das öffentliche Beschwerdeformular zur Sendung online auszufüllen unter:

https://www.radiobremen.de/programm/3nach9/drei-nach-neun-feedback-100.html

29.11.2022
Winterveranstaltung in Oyten-Bassen

Landwirt*innen treffen sich im Gasthaus Segelken

Am 28.22.22 fand die Winterveranstaltung im Gasthaus Segelken für die Bereiche Oyten, Achim, Langwedel, Ottersberg, Fischerhude und Posthausen statt. Circa 50 Landwirt*innen fanden sich gemeinsam mit Vertretern des Landvolk-Kreisverbandes im Saal ein. Christian Intemann und Andre Mahnken vom Vorstand sowie Geschäftsführer Alexander Kasten berichteten über die Herausforderungen in 2022. Thomas Bassen aus der Buchstelle informierte über steuerliche Veränderungen. Auch Gert Kracke von der Landwirtschaftskammer sowie Inis Graue vom Veterinäramt Verden waren für einige Worte zugegen. Abschließend referierte Imker Heinrich Kersten von den Bienenfreunden Verden über die gemeinsamen Artenschutz-Projekte auf Verdener Feldern.

28.11.2022
Winterveranstaltung des Landwirtschaftlichen Vereins Scheeßel

DBV- Vizepräsidentin als Gastreferentin vor Ort

Zur Winterveranstaltung des Landwirtschaftlichen Vereins Scheeßel hat in diesem Jahr eine besondere Gastreferentin ihren Weg in den „Scheeßeler Hof“ gefunden: Susanne Schulze Bockeloh, die seit Oktober als erste Frau in ihrer Funktion als Vizepräsidentin den Deutschen Bauernverband (DBV) verstärkt, hielt einen Vortrag zum Konzept des Zukunftsbauern. Das Zielanliegen des Zukunftsbauern ist es ein Zukunftsbild der deutschen Landwirtschaft zu entwerfen, welches von der Gesellschaft akzeptiert wird und zugleich den Bäuerinnen und Bauern eine wirtschaftliche Perspektive bietet. „Märkte, Preise und Warenströme sind im Umbruch, der Angriffskrieg auf die Ukraine fordert ein Umdenken. Dennoch müssen auch die bisherigen Herausforderungen beim Schutz von Umwelt, Klima und Artenvielfalt weiterhin vorangebracht werden.“, erklärte Schulze Bockeloh. Die DBV-Vizepräsidentin betonte hierbei, dass die Landwirt*innen die Zukunft aktiv mitgestalten möchten und sich der Herausforderung der Veränderung mutig stellen. Das Konzept des Zukunftsbauern löste unter den Mitgliedern des Landwirtschaftlichen Vereins Scheeßel eine rege Diskussion aus, bei der eines erneut deutlich wurde, um die Zukunft aktiv gestalten zu können benötigt es jetzt dringend sichere und vor allem zuverlässige Rahmenbedingungen von der Politik!

Aktiver Teil der landwirtschaftlichen Zukunft möchten auch Julia Winkelmann und Jan-Philipp Thom sein, die für ihren Meistertitel geehrt wurden. Ebenso wie Jana Röhrs, Ajen Heitmann, Torben Lüdemann und Hajo Henarich, die eine Ehrung für die erfolgreiche Teilnahme an der zweijährigen Fachschule erhielten und sich nun staatlich geprüfte Betriebswirt*innen nennen dürfen. Eine weitere Ehrung erhielt zudem Wolfgang Wichern für seine 12-jährige Vorstandsarbeit im landwirtschaftlichen Verein als stellverstretender Vorsitzender. Als neuer stellverstretender Vorsitzender wurde einstimmig Hinrich Meinke gewählt. Hilmer Vajen bleibt durch seine einstimmige Wiederwahl Vorsitzender des Vereins.

28.11.2022
Rund 1500 Teilnehmer bei Kundgebung in Goslar

Mit einer Menschenkette durch die Innenstadt und rund 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Kundgebung haben die Landvolkverbände Braunschweiger Land und Landvolk Niedersachsen in Goslar auf die aktuellen Probleme in der Landwirtschaft aufmerksam gemacht. „Mit der Resonanz bin ich sehr zufrieden. Die Landwirtinnen und Landwirte halten zusammen“, sagte Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies in seinem Fazit zur Protestaktion. Die Berufskollegen waren aus allen Regionen Niedersachsens angereist, um anlässlich der 99. Umweltministerkonferenz ein klares Zeichen gegen bestehende oder drohende Auflagen aus Berlin und Brüssel zu setzen. Auch aus dem Kreisverband Rotenburg-Verden haben sich Landwirte auf den Weg nach Goslar gemacht, um für sich für die Belange der Landwirtschaft stark zu machen.

Ulrich Löhr, Vorsitzender des Landvolks Brauschweiger Land und Landvolk-Vizepräsident, forderte „Berechenbarkeit“ von der Politik. Vertreterinnen und Vertreter befreundeter Landesbauernverbände erinnerten an die Probleme beim Wolfsmanagement und die Nöte der Weidetierhalter, erläuterten die Folgen einer überzogenen Reduktion von Pflanzenschutzmitteln und der Moorschutzstrategie. Vielfach betont wurde die mangelnde Sicherung der Nahrungsmittelproduktion.

Lars Ruschmeyer, Sprecher des Agrarausschusses der Landjugend Niedersachsen, betonte die Bereitschaft zu Veränderungen. „Gerade wir jungen Landwirte wollen die Transformation der Landwirtschaft mittragen. Aber Kosten und Nutzen als Folgen politischer Entscheidungen müssen stimmen. Das ist nicht mehr der Fall, und macht uns den schönen Beruf des Landwirts kaputt“, sagte Ruschmeyer unter starkem Applaus der Kundgebungsteilnehmer. Auch die Landfrauen sicherten Unterstützung bei anstehenden Veränderungen zu unter dem Motto: „Wir können das!“

Niedersachsens neuer Umweltminister Christian Meyer stellte sich mit weiteren Politikern den Landwirtinnen und Landwirten auf dem Kundgebungsplatz und nahm das beklebte „Maßnahmenpaket“ als Retoure entgegen. „Wir sollten viel miteinander reden“, sagte Meyer. Und: „Kooperation statt Verbote ist immer besser.“

Landvolkpräsident Hennies, der auch Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes ist, kritisierte abschließend die im „EU-Extensivierungspaket“ versteckten drohenden „Totalverbote“ von Pflanzenschutzmitteln in bestimmten Gebieten und bemängelte überzogenes Ordnungsrecht. Hennies forderte unter lautem Zuspruch der Berufskollegen im Beisein mehrerer deutscher Umweltminister auf der Bühne auf dem Jacobikirchhof in Goslar: „Schicken Sie ein besseres Paket nach Brüssel!“

23.11.2022
GAP 2023

Digitale Informationsveranstaltung

Die neue GAP startet nach zwei Übergangsjahren zum 01.01.2023. Doch welche Vorgaben bringen die Verordnungen mit sich und wie sind die ökonomischen Auswirkungen? Diese und weitere Fragen beantwortet Dr. Wilfried Steffens vom Landesbauernverband in seinem digitalen Vortrag „Gemeinsame Agrarpolitik 2023 – Was ist alles im Jahr 2023 zu beachten?“.

Zu der digitalen Informationsveranstaltung am 7.12.22 um 19:00 Uhr laden wir unsere Mitglieder herzlich ein.

Eine Anmeldung ist erforderlich bis zum 6.12.22 um 12:00 Uhr via Mail an homann@landvolk-row-ver.de, um den Link mit den Einwahldaten zu erhalten.

Die Veranstaltung wird ausgerichtet vom Landvolk-Kreisverband Bremervörde-Zeven und wird über Zoom stattfinden.

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung.

22.11.2022
Netzwerktreffen

NEUA e. V. informiert über Bildungsarbeit

Ende November fand das Netzwerktreffen von NEUA e. V. auf dem Hof von Familie Bassen in Scheeßel statt. Christine Tewes informierte die Anwesenden über die Bildungsarbeit des gemeinnützigen Vereins NEUA, der sich zum Ziel gesetzt hat, jungen Menschen die Herstellungs- und Verarbeitungsprozesse von regional hergestellten Lebensmitteln näher zu bringen. Es gibt dafür zwei Aktionstage: Beim Hoftag lernen die Kinder und Jugendlichen den Ablauf auf einem landwirtschaftlichen Betrieb kennen. Beim Kochtag kommen LandFrauen in die Kita oder Schule, um gemeinsam leckere Gerichte aus Lebensmittel aus der #Region herzustellen. Anwesend waren neben Akteur*innen des NEUA-Vereins auch Frau Feindt von der Volksbank Wümme-Wieste, Herr Riebesehl von der Sparkasse Scheeßel sowie Herr Schütz vom Landkreis Rotenburg und Hilmer Vajen vom Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden e. V.

21.11.2022
Grundschüler*innen erkunden Milchhof

NEUA e.V. organisiert Hofbesuche

Auch im November fanden wieder einige Hofbesuche über den Förderverein NEUA e.V. von Landvolk und Landfrauen statt. So besucht u.a. die Klasse 2b der Grundschule Etelsen den Milchviehbetrieb der Familie Meier in Deelsen. In zwei Gruppen führen Anja und Mareike Meier die insgesamt 21 Kinder über den Hof. Für die erste Gruppe startet der Hofrundgang im Kälberstall: „Riecht ein bisschen streng hier“, so der erste Eindruck eines Zweitklässlers. „Da hast du Recht, bei den Jüngsten ist der Geruch am strengsten“, bestätigt Anja Meier mit einem wissenden Lachen. Und jung sind die Kälbchen wahrhaftig, das Jüngste erst vier Tage alt. Trotzdem ist es bereits fast so groß wie die Schüler*innen, weshalb trotz einiger entzückter Ausrufe vorerst ein zögerliches Beschnuppern auf beiden Seiten herrscht. Dies dauert jedoch nicht lange an und Kinder und Kälber geben ihrer Neugier nach und kommen sich näher. Während es für die Kälber ausgiebige Streicheleinheiten gibt, erhalten die Schüler*innen neues Wissen. So zum Beispiel, dass ein Kalb bei der Geburt zwischen 35 bis 40 Kilo wiegt und bei der Geburt bereits Zähne besitzt.

Neben den Einzelboxen der jüngsten Kälbchen befindet sich ein Strohstall für die etwas älteren Kälber. „Das ist quasi unser Kindergarten“, erklärt Anja Meier. „Im Gegensatz zu den ganz kleinen Kälbern, die nur mit Milch gefüttert werden, erhalten diese hier bereits festes Futter“, fährt die Landwirtin fort. Dieses Futter unterscheidet sich gar nicht so sehr von unserem Müsli. Enthalten ist nämlich auch plattgedrücktes Getreide und getrockneter Mais – das Ganze sogar Gentechnikfrei. Da dürfen auch die Kinder getrost probieren. Das Fazit: „Oh, das schmeckt ja gut!“ „Die Kälber und Kühe bekommen nichts zu fressen was für den Menschen schädlich ist. Schließlich trinken wir später ihre Milch oder essen ihr Fleisch“, erläutert Anja Meier.

Von den Kälbern geht es nun zu den trächtigen Kühen. In diesem Stallbereich ist es kühler, denn Kühe mögen es grundsätzlich ehr kalt. „Minus 10 bis plus 15 Grad beträgt die Wohlfühltemperatur“, weiß Anja Meier. Nach einem kurzen Fußweg führt der Weg die Schulklasse zu weiteren Offenställen, in welchen die Kälber und jungen Kühe nach Altersstufen in Gruppen geteilt sind. Sind die Kühe alt genug, findet eine künstliche Besamung statt und nach 9 Monaten wird das Kalb geboren. Erst jetzt kann die Landwirtin Milch gewinnen und diese verkaufen. Den Melkprozess können die Schüler*innen auf dem Hof nun selbst einmal mit verfolgen und somit einen ganz neuen Bezug zu dem Produkt erlangen, welches täglich in ihrem Müsli oder der morgendlichen Tasse Kakao landet.

14.11.2022
Umweltministerkonferenz in Goslar

Kreisverbände organisieren Busfahrt zur Kundgebung

Vom 23. bis 25.11 findet die nächste Umweltministerkonferenz (UMK) in Goslar statt. Zum Abschluss der Tagung sollen die Umweltminister*innen auf die Vielzahl der drängenden Herausforderungen für die Landwirtschaft erinnert werden. Dafür hat der Landesverband Niedersachsen eine Kundgebung angemeldet, zu der wir - gemeinsam mit dem Kreisverband Bremervörde-Zeven - eine Busfahrt organisieren. Da die Plätze im Bus begrenzt sind, bitten wir um eine verbindliche Anmeldung bis zum 18.11.2022 um 12:00 Uhr. Interessierte melden sich bitte bei Nicole Homann via Mail an homann@landvolk-row-ver.de und geben darin Name, Vorname, Zustiegsort und Handynummer an.

Abfahrtszeiten am 25. November:
SELSINGEN, Bushaltestelle an der Volksbank: 5:30 Uhr
ZEVEN, Bushaltestelle am Busbahnhof: 5:50 Uhr
ROTENBURG, Haltestelle an der Landvolkgeschäftsstelle: 6:30 Uhr
VERDEN, Haltestelle an der Landvolkgeschäftsstelle: 7:00 Uhr

Tagesablauf:
Anfahrt bis circa 9:45 Uhr in Goslar
Veranstaltung bis circa 13:00 Uhr
Rückfahrt ab circa 14:00 Uhr

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung.

Weitere Hintergrundinformationen zur Kundgebung findet ihr hier:
„LPD“
„schluss mit lustig“

10.11.2022
Sei mit dabei auf der IGW 2023

Standdienst für Eure Landwirte - Echt grün e.V.

Wir suchen noch Unterstützung für unseren Stand von „Eure Landwirte – Echt grün e.V.“ auf der Internationalen Grüne Woche 2023. Ihr habt Lust den Messebesucher*innen Landwirtschaft näher zu bringen? Dann freuen wir uns riesig, wenn ihr unser engagiertes Team an einem oder auch mehreren der folgenden Tage vervollständigt:

20.01.2023
21.01.2023
22.01.2023
27.01.2023
29.01.2023

Bei Interesse meldet euch gerne bei Wanja Sievers unter sievers@landvolk-row-ver.de
Für Unterkunft und Anreise wird selbstverständlich gesorgt, die Details hierzu folgen bei der Kontaktaufnahme.

Aktuelles aus dem Landesverband

02.12.2022
Rindermarkt: Schlachtkuhpreise geben deutlich nach
Milch und Rind

(AMI) Wie schon in den vergangenen Wochen liegt der Nachfrageschwerpunkt im Rinderhandel auch weiterhin bei den Jungbullen. Hier halten sich das zur Verfügung stehende Aufkommen und das Kaufinteresse weitestgehend die Waage. Zwar gibt es hier und da Klagen wegen des vergleichsweisen hohen Preises und der Fleischmarkt bietet noch keine größeren Impulse, dennoch wird für die männlichen Schlachtrinder mit stabilen Preisen gerechnet. Bei den Schlachtkühen fällt die Nachfrage dagegen geringer aus. Gleichzeitig werden mehr Tiere angeboten, weshalb der Druck zunimmt und der Preis erneut deutlich nachgibt. Die Marktteilnehmer gehen jedoch davon aus, dass sich das Aufkommen in den nächsten Wochen rückläufig entwickelt, was zu einer Stabilisierung des Marktes führen sollte.

02.12.2022
Wolf: EU-Parlament greift Forderungen auf
Milch und Rind

(DBV) Das EU-Parlament hat in einer aktuellen Entschließung vorgeschlagen, den Wolf in der FFH-Richtlinie auf einen geringeren Schutzstatus umzustufen. DBV-Präsident Rukwied begrüßt in dieser Woche diese Entscheidung: Das Parlament haben habe die existenzielle Bedrohung der Weidetierhalter anerkannt. „Ohne Begrenzung der Wolfspopulation hat die Weidehaltung von Schafen, Ziegen, Pferden, Rindern keine Zukunft.“ Die EU-Kommission ist nun gefordert, das Votum des EU-Parlaments aufzugreifen. Die Abstimmung im EU-Parlament ist ein wichtiger Schritt, um zu einer praktikablen Lösung mit Großraubtieren zu gelangen.

02.12.2022
Gelungener EU-Vorschlag zu Carbon Farming
Milch und Rind

(DBV) Die EU-Kommission hat einen Verordnungsvorschlag zum Carbon Farming vorgestellt, der vom DBV unterstützt wird. DBV-Generalsekretär Krüsken: „Land- und Forstwirtschaft sind die einzigen Sektoren, die auf natürliche Weise Kohlenstoff binden können. Klimaneutralität kann erst mit natürlichen Kohlenstoffsenken erreicht werden. Umso wichtiger ist es, Zertifizierungssysteme europäisch einheitlich zu verankern.“ Bei der Finanzierung setzt sich der DBV für eine Mischung aus privatwirtschaftlichen und öffentlichen Mitteln ein. Vor allem aus dem Emissionshandel müssen hierfür zusätzliche Mittel bereitgestellt werden.

02.12.2022
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB) In der 46. Woche erfassten die deutschen Molkereien 0,7 % mehr Milch als in der Vorwoche. Damit hat der saisonale Anstieg der Milchanlieferung in Deutschland früher eingesetzt als üblich. Die Vorjahreslinie wurde um 3,4 % übertroffen. Die Nachfrage nach abgepackter Butter verlief weiterhin rege. Im Zuge des Vorweihnachtsgeschäftes berichteten die Hersteller von wöchentlich steigenden Abrufen seitens des Handels. Die Molkereiabgabepreise bewegen sich unverändert auf dem Niveau der Vorwochen.

Am Markt für Blockbutter sind die Aktivitäten derzeit ruhig. Die Notierungen bewegen sich weiter in einer Spanne von 5,87 bis 6,11 EUR/kg (Kempten, 30.11.2022). Der Markt für Schnittkäse entwickelt sich aktuell uneinheitlicher.  Die im Vergleich zum Weltmarkt hohen Preise sowie der starke Euro bremsten den Export weiter aus. Die Preise gaben leicht nach. Am Markt für Magermilchpulver wird von ruhigen Verhandlungsverläufen für das 1. Quartal 2023 berichtet. Die Preise tendieren schwächer. Ebenfalls ruhig zeigten sich die Geschäftsverläufe am Markt für Vollmilch- und Molkenpulver.

02.12.2022
Geflügelmarkt meist stabil
Geflügel

(AMI/MEG) Die Nachfrage der Konsumenten hat sich im November saisonüblich gegenüber Oktober belebt. Dabei spielte auch Wassergeflügel eine zunehmende Rolle in den Prospekten des Einzelhandels. Obwohl die Vermarktungspreise für Enten und Gänse deutlich über dem Vorjahresniveau lagen, berichteten Marktteilnehmer von einer lebhaften Nachfrage von LEH und Gastronomie. Bleibt abzuwarten, ob die Endkonsumenten die Ware auch umfänglich kaufen werden. Die Verbraucher griffen angesichts der Verteuerung der Produkte auf Ladenstufe und der allgemeinen Inflationsängste zu eher niedrigpreisigen Produkten. Dies führte am Hähnchensektor zu einer lebhaften Nachfrage nach Schenkeln, während Hähnchenfilet stärker vernachlässigt wurde. Für Brustfleisch tendierten die Großhandelspreise etwas nach unten, während sie für Schenkel stabil blieben. Am Putenmarkt wurden Rotfleischartikel stark beworben und nachgefragt. Es wurden auch eher selten offerierte Teilstücke, wie Putenhälse angeboten. Angesichts des eher eingeschränkten Angebots an Putenfleisch waren für lose gehandelte Ware leichte Anhebungen realisierbar.

02.12.2022
Abgabe von Eiern bis zum 28. Tag erlaubt
Geflügel

Nach der bisherigen EU-Lebensmittelhygiene-Verordnung EU 853/2004 darf die Abgabe von Eiern an Verbraucher längstens 21 Tage nach dem Legen erfolgen. Zum 8. Dezember 2022 tritt eine Änderung dieser Verordnung dahingehend in Kraft, dass die Abgabe von Eiern an Verbraucher nun bis zum 28. Tag nach dem Legen gestattet ist. Die Verordnungsänderung gilt unmittelbar in jedem EU-Mitgliedstaat. Als Begründung wird angeführt, dass nach den EU-Vermarktungsnormen für Eier das Mindesthaltbarkeitsdatum bei 28 Tagen nach dem Legedatum liegt (EU-VO 589/2008, Artikel 13), um das Vorgehen in allen Mitgliedstaaten zu vereinheitlichen. In den Erwägungsgründen zur Änderung dieser Vorgaben führt die EU-Kommission an, dass der Abgabestopp ab dem 21. Tag nach dem Legedatum „… „zur Lebensmittelverschwendung im Einzelhandel beitragen würde, da diese Eier zum selben Zeitpunkt aus dem Verkauf genommen würden, an dem ihr Mindesthaltbarkeitsdatum abläuft. Eine Verlängerung dieses Zeitraums von 21 auf 28 Tage würde die Lebensmittelverschwendung erheblich reduzieren.“

02.12.2022
Schweinefleischexporte der EU verringert
Schwein

(AMI) – Deutlich weniger Schweinefleisch wurde in diesem Jahr aus der EU in Drittländer ausgeführt. So reduzierten sich im Zeitraum von Januar bis September 2022 die europäischen Transporte von Schweinefleisch und Nebenerzeugnisse um 19 %. Der Hauptgrund dafür ist in den stark verringerten Lieferungen nach China zu finden.

Im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum haben sich die Ausfuhren nach China in etwa halbiert. Aufgrund des viel niedrigeren chinesischen Preisniveaus für Schweinefleisch sind die Exporte nicht mehr so lukrativ wie 2021. Nachdem in den Jahren 2020 und 2021 im Land der Mitte ein hoher Importbedarf nach den Einbußen durch die Afrikanische Schweinepest bestand, ist der dortige Schweinebestand wieder deutlich ausgeweitet worden und es werden weniger Einfuhren benötigt.

Zwar wurden die Einfuhren seitens der Philippinen, Japan und Südkorea bis zu 40 % ausgeweitet, doch kann dies die geringeren Importe von China nicht ausgleichen. Für die weitere Entwicklung der chinesischen Produktion wird für 2023 eine moderate Steigerung erwartet. Daher dürften sich die europäischen Schweinefleischexporte weiterhin reduzieren. 

02.12.2022
Antibiotikaabsatz in Europa fast halbiert
Geflügel

(DGS) Aus dem aktuellen Jahresbericht der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) geht hervor, dass sich in Europa der Absatz von Antibiotika zur Behandlung von Tieren in den vergangenen zehn Jahren beinahe halbiert hat. Demnach sind die Verkäufe von antibakteriellen Wirkstoffen zum Einsatz in der Veterinärmedizin im Zeitraum von 2011 bis 2021 um rund 47% zurückgegangen und haben das bislang niedrigste Niveau erreicht. Auch der Einsatz von Wirkstoffen mit hoher Bedeutung für die Humanmedizin (kritische Antibiotika) war laut EMA in diesem Zeitraum rückläufig und hat 2021 nur noch einen Anteil von 5,5% am Gesamtabsatz ausgemacht. So wurden die Verkäufe von Cephalosporinen der 3.+ 4. Generation in den letzten zehn Jahren um 38% verringert. Bei Polymyxinen belief sich der Rückgang auf 80% und bei Chinolonen auf 83%, wobei der Absatz von Fluorchinolonen nur um 14% zurückging.

In Deutschland ist der Absatz von veterinärmedizinischen Antibiotika der EMA zufolge seit 2011 um 65% verringert worden. Für Frankreich weist die Behörde einen Rückgang von 55% aus; in den Niederlanden waren es 58%. In Polen haben die Verkäufe derweil um 39% zugenommen; relativ besonders hoch fiel dort die Steigerung mit 329% bei den Cephalosporinen der dritten und vierten Generation aus. Die Daten zur Entwicklung der vergangenen zehn Jahre basieren nach Angaben der Behörde auf Zahlen aus 25 Ländern, die in diesem Zeitraum kontinuierlich Informationen erhoben haben. Die aktuellen Daten des Jahresberichts umfassen 31 Staaten, darunter neben den Mitgliedstaaten der EU auch die Schweiz und das Vereinigte Königreich.