Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

24.08.2022
Landvolk Betriebsmittel GmbH

Wichtige Mitteilung zum Erdgasbezug

Die Landvolk Betriebsmittel GmbH (LVB) informiert ihre Kund*innen darüber, dass diese derzeit Post von der EWE Vertrieb erhalten. Zum einen handle es sich dabei um die Preismitteilung der Grundversorgung, diese würde als Tarif EWE Gas comfort bezeichnet. Des Weiteren stelle die EWE Vertrieb aktuell auf ein neues IT System um, dies sei der Grund für das zweite Anschreiben.

Zur Marktsituation:
Mit einer Entspannung auf den Erdgasmärkten – verbunden mit gesicherten Erdgasmengen und günstigeren Preisen – sei kurzfristig nicht zu rechnen. Nach mehreren intensiven Gesprächen mit Versorgern, sei aktuell keine Weiterbelieferung mit Erdgas ab dem 01.10.2022 zu Landvolkkonditionen möglich.

Deshalb sei es derzeit ratsam sich in die Grundversorgung fallen zu lassen, da die Preise dort unter den Marktpreisen liegen würden. Ab dem 01.10.2022 14,99 ct/kWh brutto (Grundversorgungspreis).

Vorteile Grundversorgung:

  • 2 Wochen Kündigungsfrist
  • Preis liegt bei der Hälfte des aktuellen Marktes
  • Versorgungssicherheit gegeben

Die LVB befindet sich nach wie vor mit der EWE und weiteren Versorgern in Verhandlungen. Sobald sich positive Bewegungen im Markt abzeichnen, wird die LVB einen neuen Rahmenvertrag mit der von den Kund*innen erteilten Vollmacht abschließen. Worüber die Kund*innen dann umgehend von der LVB informiert werden.

24.08.2022
Veranstaltung Direktvermarktung regionaler Produkte

31. August 2022 in Achim

Sie interessieren sich für eine größere Wertschöpfung durch direkte Vermarktung? Dann beschäftigen Sie womöglich auch die folgenden Fragen:

Wie soll ich das zeitlich noch schaffen?
Die Suche nach einer Schlachterei – sind die Auflagen zu hoch?
Oder was ist eigentlich eine Mikro-Molkerei?

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen laden unsere Niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast und die Landtagskandidatin und Kreisvorsitzende der Verdener CDU Hella Bachmann am Mittwoch, den 31. August 2022 von 10.00 – 11.00 Uhr auf den Hof Mindermann, Uesener Weserstraße 6 , 28832 Achim ein.

Freuen dürfen sich die Besucher*innen auf:

„Friedhold“, Moritz Armbrust stellt den Online Hofladen vor

„Waldfleisch“-App, Jürgen Luttmann und die Jägerschaft Verden

Familie Blohme, Hofladen und Regiomat

Landgut Bollen, Vermarktungsgesellschaft für regionale Produkte

Jörn Ehlers, Hofladen und Kreislandwirt

Robert Morgan, Firma Induflex aus Blender, stellt seine „Mikro-Molkerei“ vor

23.08.2022
Der Kreisverband freut sich über Verstärkung

André Ehlebracht neuer Buchstellenleiter

Wir freuen uns, verkünden zu dürfen, dass André Ehlebracht neuer Buchstellenleiter in unserem Kreisverband ist. Herr Ehlebracht wird für viele Mitglieder durch seine langjährige Tätigkeit als Steuerberater in unserem Hause bereits ein bekanntes Gesicht sein. Wir schätzen uns glücklich, Herrn Ehlebracht beim Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden wieder willkommen zu heißen und auf seine weitreichende Expertise bauen zu dürfen.

18.08.2022
Verbrauchermesse HanseLife 2022 in Bremen

Kreisverbände und Landjugend organisieren interaktives Informationsangebot zum Thema Landwirtschaft

Vom 14.-18.9.22 findet in Bremen die Verbrauchermesse HanseLife statt. Auch die Landwirtschaft wird dort vertreten sein. Gemeinsam mit der Landjugend organisieren die Kreisverbände rund um Bremen ein anschauliches Informationsprogramm. Vom Hühnerei über Saisonkalender bis hin zur 3D-Brille: Interaktive Exponate geben den Besucher*innen einen umfangreichen Einblick in das landwirtschaftliche Arbeiten.

HanseLife Bremen Messegelände, Halle 4 14.-18.9.22 (10-18 Uhr)

09.08.2022
Eure Landwirte - Echt grün

Juli News

Erfolgreicher Einsatz für den Insektenschutz:
Die Aktion „Bienenfreundlicher Landwirt“ mit fachlicher Begleitung durch das Bieneninstitut in Celle motivierte in diesem Jahr wieder 554 Landwirtinnen und Landwirte zum Einsatz für den Insektenschutz. Mit zahlreichen Maßnahmen auf Hof, Feld und im Grünland konnten zum dritten Mal eine Vielzahl an Teilnehmer*innen gewonnen werden. Wir freuen uns über die Resonanz in der Presse und die vielen Gespräche zwischen Landwirt*innen und Verbraucher*innen, die durch diese Maßnahme geführt werden konnten.

Große Freude über kulinarisches Präsent:
Auf dem „Tag der Niedersachsen“ im Juni war die Initiative „Eure Landwirte – Echt grün e.V.“ auf dem Stand des Kreisverbands Hannover vertreten. Unter allen Teilnehmer*innen, die eine Postkarte mit einer Frage an eine(n) Landwirt*in formulierten, wurde ein Präsentkorb verlost. Über den Gewinn freut sich eine junge Frau aus Burgwedel mit der Frage: „Welche alten Nutztierrassen gibt es in Niedersachsen?“. Diesen und weiteren Fragen aus der Postkartenaktion widmet sich „Eure Landwirte – Echt grün” in den kommenden Wochen auf ihren Social-Media-Kanälen. Seid gespannt!

08.08.2022
Tagung für Wiesenvogelschutz in Niedersachen

28. bis zum 30. September 2022

Die Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA), der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz (MU) laden vom 28. bis zum 30. September 2022 ein zur Tagung für Wiesenvogelschutz in Niedersachen. Die Tagung findet statt im Zentrum für Umweltkommunikation in Osnabrück. Die Teilnahmegebühr beträgt 125 € (einschließlich Mittag- und Abendessen, Tagungsgetränken sowie Abendveranstaltung am 29.09.). Interessierte können sich noch bis zum 28.08.2022 für die Veranstaltung anmelden. Für weitere Informationen und die Zusendung des Anmeldeformulars melden Sie sich bitte unter sievers@landvolk-row-ver.de.

02.08.2022
Zusatzversorgung für Arbeitnehmer*innen in der Land- und Forstwirtschaft

Anträge bis 30. September 2022 stellen

Arbeitnehmer, die rentenversicherungspflichtig in der Land- und Forstwirtschaft tätig waren, können eine Ausgleichsleistung beantragen, darauf macht die Zusatzversorgungskasse für Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft (ZLA) aufmerksam.

Anspruch hierauf hat, wer eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bezieht und am 1. Juli 2010 das 50. Lebensjahr vollendet hat. Außerdem ist für die letzten 25 Jahre vor Rentenbeginn eine rentenversicherungspflichtige Beschäftigungszeit von 180 Kalendermonaten (15 Jahren) in der Land- und Forstwirtschaft nachzuweisen.

Antragstellerr*innen aus den neuen Bundesländern müssen außerdem nach dem 31. Dezember 1994 noch mindestens sechs Monate in einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb rentenversicherungspflichtig gearbeitet haben. Auch ehemalige Arbeitnehmerr*innen, die keinen Anspruch mehr auf die tarifvertragliche Beihilfe des Zusatzversorgungswerkes haben, können einen Antrag auf Ausgleichsleistung stellen. Arbeitnehmerr*innen, die rentenversicherungspflichtig in der Land- und Forstwirtschaft tätig waren, können eine Ausgleichsleistung beantragen, darauf macht die Zusatzversorgungskasse für Arbeitnehmerr*innen in der Land- und Forstwirtschaft (ZLA) aufmerksam.

Die maximale Geldleistung beträgt zurzeit monatlich 80 Euro für Verheiratete und 48 Euro für Ledige. Anträge sind bis zum 30. September 2022 zu stellen. Dies ist aber nur dann maßgebend, wenn die Antragstellerr*innen bereits eine gesetzliche Rente vor dem 1. Juli 2022 bezogen haben. Wird der Antrag später gestellt, gehen nur die Leistungsansprüche vor dem 1. Juli 2022 verloren.

Fragen beantwortet die Zusatzversorgungskasse für Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft, Druseltalstraße 51, 34131 Kassel (Tel.: 0561 785179-00, Fax: 0561 7852179-49, Mail: info@zla.de). Weitere Informationen finden sich hier.

02.08.2022
Freisprechung der Absolvent*innen in der Land- und Hauswirtschaft

Ganz offiziell lud die Landwirtschaftskammer am vergangenen Wochenende erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder zur Freisprechung der Landwirt*innen, Werker*innen in der Landwirtschaft, Landwirtschaftsmeister*innen und Hauswirtschafter*innen in den Heidejäger in Mulmshorn ein. Hauptorganisatoren der Veranstaltung waren hierbei die Absolvent*innen selbst.

Doch nicht nur die Organisation der Abschlussfeier stemmten die Absolvent*innen tatkräftig, sondern auch die Ausbildungszeit, die durch Videokonferenzen und Homeschooling geprägt war. Fern ab vom Bildschirm wurde auf den Lehrbetrieben leidenschaftlich mit angepackt. Für die Nachsicht angesichts entstandener Schäden auf dem Acker oder dem Lehrhof bedankten sich Maren Lüning und Lukas Blancken stellvertretend für alle frisch gebackenen Landwirt*innen bei ihren Ausbilder*innen. Viel Dank für die lehrreiche Zeit gab es jedoch auch für die engagierten Lehrkräfte.

Besonders gute Leitungen bei den Abschlussprüfungen erzielten mit einer 1,3 unter den Landwirt*innen Markus von Fintel und Marileen Berenike Hoffmann, welche zudem ein tadelloses Berichtsheft vorlegen konnte. Hoffmann absolvierte den praktischen Part ihrer Ausbildung im Friedrich-Loeffler-Institut in Braunschweig und auf dem Betrieb von Oliver Diercks in Riekenbostel. Von Fintel war in der Wilhelm u. Renate Scheele GbR in Hassel und auf dem Betrieb von Johann Hesse in Bartelsdorf tätig.

Eine spontane Rede von der Hauswirtschaftsabsolventin Lisa Westphal sorgte für Begeisterung. Mutig entschloss sie sich kurzerhand für ihren Berufsstand zu werben und darauf aufmerksam zu machen, dass der Beruf besonders angesichts des demografischen Wandels künftig noch weiter an Bedeutung gewinnen würde. „Ich hoffe im nächsten Jahr stehen hier mehr Hauswirtschafter*innen die ihren Abschluss feiern.“, wünschte sie sich als eine von drei Hauswirtschaftsabsolventinnen.

Mit der Berufswahl in der Land- und Hauswirtschaft leisten die Absolvent/*innen einen wichtigen Beitrag für das Gemeinwohl, dies wurde auch in den Reden der verschiedenen Ehrengäste deutlich. „Die Landwirtschaft und die Hauswirtschaft trägt einen erheblichen Teil dazu bei knapp acht Milliarden Menschen zu ernähren.“, lobte u.a. die stellverstretende Landrätin Michaela Holsten. Kreislandwirt Christian Intemann regte in seiner Rede dazu an das erlernte Wissen durch z.B. ein Studium oder einen Meisterkurs noch zu vertiefen. Den Mehrwert einer Weiterbildung bestätigten auch Lea Emde, Julian Junck, Anna Wagner-Puvogel, Thees Schnackenberg, Jan-Philipp Thom und Julia Winkelmann, die sich alle froh über die Entscheidung zeigten sich zum/zur Landwirtschaftsmeister*in weiterbilden zu lassen. Die besten Leistungen konnte hierbei Jan-Philipp Thom erzielen.

02.08.2022
Auch in 2022 kein Nachweis auf in der Rapsblüte ausgebrachte Spritzmittel im Frühtrachthonig

Nach bereits erfolgten Honiguntersuchungen bei dem anerkannten Labor QSI in Bremen auf > 700 Parameter in 2020 und 2021 ließen die Bienenfreunde Verden auch in 2022 weitere Honiguntersuchungen auf > 700 Pestizidparamter bei der QSI durchführen.

Untersucht wurden Frühtrachthonige von Bienenvölkern, die in unmittelbarer Nähe von Winterrapsfeldern in der Marsch und auf der Geest standen. Die notwendige Rapsblütenbehandlung erfolgte gem. erfolgreicher, eingespielter Zusammenarbeit zwischen Imkern und Landwirten Ende April und Anfang Mai 2022. Abgestimmter Beginn nach 20:00 Uhr (nach witterungsbedingtem Bienenflugende) bis 23:00 Uhr abgeschlossen, startend vom entferntesten Feldbereich zum Standort der Bienenvölker. Das schaffte weiteren Zeitvorsprung und verhinderte den Eintrag von Pflanzenschutzmitteln in die Bienenvölker. Wen wundert‘s: Die guten Ergebnisse der Vorjahre wurden wiederum bestätigt. Die im Raps ausgebrachten Wirkstoffe, dokumentiert in der Schlagdatei der Landwirt*innen, wurde auch 2022 nach den QSI-Analysen deklaratiert als n.n. (< BG)

Das schafft Sicherheit und Vertrauen und ist ein weiterer Beleg des verantwortungsvollen Handelns der Landwirt*innen und des erfolgreichen „Miteinanders“ von Bienenfreund*innen und Landwirt*innen. In dieser Konstellation leisten die Imker*innen mit dem geplanten Bestäubungsmanagement von 5 Bienenvölkern pro Hektar einen volkswirtschaftlich bedeutenden Zusatzbeitrag zur Sicherung der Nahrungsversorgung. Gem. Deutschen Imker Bund und Untersuchung von Dr. Mandl, Uni Wien ist ein Raps-Mehrtertrag durch gezielte Insektenbestäubung um bis zu 30% möglich, ohne Einsatz von externen Ressourcen wie Zusatzdünger etc. Einfach nur Bienenvölker nach vorheriger Abstimmung mit den Landwirt*innen zur Rapsblüte ans Feld stellen. Das ist alles.

27.07.2022
Nordpfad "Haxloher Erde" informiert über Landwirtschaft

Digitale Schnitzeljagd für Groß und Klein

Der Finteler Nordpfad „Haxloher Erde“ informiert Wanderer*innen seit heute über die regionale Landwirtschaft. Mit Hilfe eines QR-Codes und der App “Actionbound” werden Informationen aus verschiedenen Themenfeldern wie z.B. Tierhaltung und Ackerbau im Rahmen einer digitalen Schnitzeljagd spielerisch vermittelt. Insgesamt acht digitale Stationen wurden hierzu auf dem 10,42 km langen Wanderweg geschaffen. Die interaktiven Wissensfragen richten sich an Groß und Klein und bieten somit auch Familien, ganz besonders in der aktuellen Ferienzeit, eine willkommene Abwechslung.

Den Startpunkt bildet das Melkhus der Familie Aselmann (Wohlsberg 81, 27389 Fintel). Hier können die Besucher*innen nicht nur einen Blick in den offenen Kuhstall werfen, sondern im Melkhus zudem auch einen frischen Milchshake oder andere Leckereien genießen.

Sie möchten den Nordpfad “Haxloher Erde” selbst interaktiv entdecken? So einfach geht’s:

1) Laden Sie sich die kostenfreie App “Actionbound” auf Ihrem Smartphone herunter. 2) Öffnen Sie die App und nutzen Sie den dort befindlichen QR-Code-Scanner. 3) Scannen Sie den QR-Code am Startpunkt des Wanderweges (Wohlsberg 81, 27389 Fintel) und schon kann es losgehen.

Alle weiteren Schritte werden Ihnen direkt in der App erklärt.

Entwickelt wurde die „Actionbound“ vom Landvolk Rotenburg-Verden e.V. in Zusammenarbeit mit dem Touristikverband Landkreis Rotenburg (Wümme) e.V.

Wir wünschen allen Teilnehmer*innen viele schöne Eindrücke und spannende, neue Erkenntnisse auf ihrer Tour.

Aktuelles aus dem Landesverband

22.09.2022
Gerste verteuert sich kräftig
Pflanzen

Wie die Weizenkurse tendieren auch die Maiskurse fester und reagieren damit auf die weit unterdurchschnittlichen Erträge, die derzeit eingebracht werden. In Deutschland nimmt die Körnermaisernte langsam an Fahrt auf. Während in den Frühgebieten die Haupternte läuft, fallen in anderen Regionen jetzt erst einmal die sehr ertragsschwachen Feldbestände auf. Ansonsten war die Preisbildung eher von Orientierungslosigkeit geprägt. Die starken Schwankungen, die dem Kursanstieg vorgelagert waren, trafen am Kassamarkt aber auf eher grundsätzliche Skepsis und vor allem auf Handlungsunwilligkeit. Die Mischfutterhersteller setzen aufgrund guter Getreideernten und hoher Lagebestände in der Ukraine und Russland auf weitere Preiszugeständnisse. Aber auch die Erzeuger meiden den Abschluss von längerfristigen Kontrakten. Zu unsicher sind die Aussichten auf die Angebotsentwicklung in den kommenden Wochen. Die wieder gestiegenen Pegel auf den Wasserstraßen haben die Transportsituation zwar vorerst verbessert, aber Schiffs- und LWK-Ladekapazitäten bleiben unverändert knapp und teuer. Belastend sind zudem die hohen Kosten für Energie und die fehlenden Alternativen. Die absehbar unzulängliche Versorgung mit Mais stützt die Preise für Futtergetreide auf der Erzeugerstufe. Gerste, Triticale und Hafer werden im Vergleich zur Vorwoche fester bewertet, während Mais marginal verloren hat. Futterweizen weist mit 1,75 EUR/t auf 292 (260-329,50) EUR/t den stärksten Preisrückgang auf, was allerdings im Vergleich mit Brotweizen ebenfalls sehr wenig ist. Den starken Auftrieb von den festen Kursen am Dienstag und Mittwoch dieser Woche können die Erzeugerpreise, die am Dienstagmorgen erfasst werden, allerdings nicht abbilden. Das ist es hilfreicher auf die Entwicklung der Großhandelspreise zu schauen. Auf Großhandelsstufe hat sich prompter Mais gegenüber Vorwoche am 21.09.2022 in den Zuschussregionen um 2-4 EUR/t verteuert. Nur am Oberrhein zeigt der laufende Drusch Preiswirkung, denn dort gaben die Preise um 1 EUR/t nach. In Paris wurde ein Plus von 7,25 EUR/t verzeichnet. Futtergerste legte demgegenüber kräftig zu und verteuerte sich um 10 EUR/t gegenüber Vorwoche ist. Futterweizen ist in den westfälischen Veredelungsregionen 5-6 EUR/t teurer als zuvor.

22.09.2022
Paris: Raps auf 1-Jahrestief
Pflanzen

Die Rapsnotierungen an der Euronext in Paris weiten ihre Verluste aus. Am 20.09.2022 schlossen die Kurse bei 574,75 EUR/t und geben somit auf Wochensicht um 31,75 EUR/t nach. Das entspricht dem niedrigsten Stand seit Mitte September 2021. Das große europäische Angebot belastet die Notierungen weiterhin. Agreste korrigierte zudem seine Schätzung für die französische Rapsernte 2022 um 0,15 auf 4,5 Mio. t nach oben, das wären 1,2 Mio. t mehr als noch im vorangegangenen Jahr. Indes schreitet die kanadische Ernte inzwischen rasch voran, die Wetterprognosen für die kommenden Tage deuten darauf hin, dass die Erntearbeiten weiterhin zügig vonstattengehen. Das vergrößert das Angebot auf dem Weltmarkt nochmals. Demgegenüber begann in den USA in der 37. KW die Sojabohnenernte. Zum Ende der Woche lag der Erntefortschritt bei 3 %, verglichen mit 5 % des 5-Jahresdurchschnitts. Weiterhin präsent sind die Rezessionsängste, die den gesamten Agrar- und Energiesektor nach unten ziehen. Auch die rückläufigen Rohölnotierungen setzen den Rapskurs unter Druck, da so die Ölsaat als Rohstoffalternative für Biokraftstoffe weniger attraktiv wirkt und die Nachfrage im Sektor zurückgeht. (Quelle: AMI)

22.09.2022
Coceral hebt Prognose der EU-Rapsernte an
Pflanzen

In seinem jüngsten Bericht korrigierte Coceral seine Prognose zur europäischen Rapsernte um 6 % nach oben auf 19,5 Mio. t. Damit dürften 2022 rund 12 % mehr zusammenkommen als im Vorjahr. Die Ernte in Deutschland wird bei 4 Mio. t gesehen und damit 7,7 %höher als noch im Mai prognostiziert. Die Schätzung für Frankreich wurde mit 14,6 % Plus zur vorangegangenen Schätzung am deutlichsten korrigiert. Jetzt werden dort 4,5 Mio. t Raps gesehen. Indes wurden die Prognose bezüglich der zu erwartenden Sojabohnen und Sonnenblumenkernerzeugung nach unten korrigiert. In der EU-27 dürften demnach rund 9 Mio. t Sonnenblumenkerne zusammenkommen und damit 15,6 % weniger als noch im Vorjahr. Die Sojabohnenernte wird auf 2,8 Mio. t geschätzt und liegt damit 12 % unter der Prognose im Mai und 8,5 % niedriger als 2021. (Quelle: AMI)

22.09.2022
Kartoffeln: Aktionen beleben das Geschäft
Pflanzen

Nun ist wieder die Zeit der Bevorratungsaktionen mit größeren Kartoffelgebinden im LEH. Diese Woche gab es einen teils schon recht freundlichen Start, kommende Woche geht es dann wohl in die Vollen. Mancher erwartet, dass die von Inflation geplagten Verbraucher kräftiger zugreifen werden. Angeboten wird von Erzeugerseite genug. Die Preise ab Hof sind stabil. Das BMEL teilt mit, dass dieses Jahr wahrscheinlich 10,3 Mio. t geerntet werden. Es fehlen gegenüber 2021 rund 1,0 Mio. t. Mancher hatte noch weniger erwartet. Tendenziell fehlen gegenüber dem Vorjahr mehr Speise- als Verarbeitungskartoffeln. Diese werden zudem stärker aus dem östlich und südlich gelegenen Ausland nachgefragt. (Quelle: AMI)

21.09.2022
Agrarunternehmertage – Podiumsdiskussion zum Thema „Haltungs- und Herkunftskennzeichnung“
Geflügel

Die Agrarunternehmertage Münster finden in diesem Jahr vom 27. – 30. September 2022 statt. Am 29. September 2022 findet auf dem WLV-Messestand (Halle Mitte Stand Nr. 5214) um 18 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema ,,Haltungs- und Herkunftskennzeichnung“ statt.

Wie geht es weiter mit der Nutztierstrategie? Die Pläne des BMEL zur staatlichen Haltungskennzeichnung liegen vor. Welche Anpassungen sind erforderlich, um sie zu einem Erfolg zu fuhren? Wo bleibt die Herkunftskennzeichnung? Seien Sie dabei und diskutieren Sie gemein5am mit Vertretern von Politik, Handel und Wirtschaft.

Podiumsteilnehmer:

  • Prof. Dr. Friedhelm Jaeger, Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen – Projektgruppe Nutztierstrategie 
  • Dr. Leif Balz, Schwarz-Unternehmenskommunikation, Bereichsleiter Landwirtschaft & Ernährung
  • Robert Römer, Initiative Tierwohl
  • Heribert Qualbrink, WESTFLEISCH SCE mbH
  • Jan Leifert, BIOLAND NRW
  • Hubertus Beringmeier, WLV-Präsident

21.09.2022
GOT-Novelle tritt in Kraft
Geflügel

Am 22. November 2022 tritt eine Neufassung der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) in Kraft. Die umfassende Änderung beinhaltet u.a. die Verpflichtung zur Berechnung von Wegegeld und eine Neustrukturierung des Gebührenverzeichnisses. Mit den erhöhten Gebühren soll auch gewährleistet werden, dass neuere medizinische Verfahren finanziert werden können. Eine kurze Erläuterung hierzu finden Sie unter: https://bit.ly/3QX5yIY

Mit Blick auf den finanziellen Druck in der Landwirtschaft durch steigende Energie- und Futterkosten, von denen insbesondere die Nutztierhalter betroffen sind, hatte der DBV in seiner Stellungnahme eine Gebührenerhöhung abgelehnt. Der DBV weist aber darauf hin, dass Bestandsbetreuungsverträge durchaus modifizierte Vereinbarungen von der GOT enthalten können.

21.09.2022
Deutschland wieder größter Kunde für Dänemark
Schwein

Der deutliche Einbruch beim Export von Schweinefleisch nach China hat die dänischen Anbieter zur Suche nach alternativen Absatzmärkten gezwungen. Laut Daten des Dachverbandes der dänischen Land- und Ernährungswirtschaft (L&F) legten die Lieferungen von Fleisch, Würsten, Schlachtnebenerzeugnissen und Lebendtieren ins Bundesgebiet im ersten Halbjahr 2022 gegenüber dem Vorjahreszeitraum insgesamt um 12,1 % auf 219 520 t zu. Die Exporterlöse stiegen dabei um 8,4 % auf rund 417 Mio. Euro. Sowohl bei der Menge als auch beim Wert war Deutschland damit wieder größter Kunde für die dänischen Exporteure. Diese Führungsrolle hatte Deutschland im vergangenen Jahr an China verloren. AgE

16.09.2022
Schweinefleischerzeugung in der EU gesunken
Schwein

(AMI) – Die Zahl der in der EU geschlachteten Schweine wurde im ersten Halbjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,1 % reduziert. Insgesamt kamen dabei 120,15 Mio. Tiere an den Haken.

Dabei ging die in der EU erzeugte Fleischmenge mit einem Minus von 3,9 % gegenüber der Anzahl der geschlachteten Tiere überdurchschnittlich stark zurück. Unter anderem die gestiegenen Futterkosten führten dazu, dass zahlreiche Schweine mit einem geringeren Gewicht geschlachtet wurden. Insbesondere in Deutschland, wo 8,9 % weniger Tiere der Fleischerzeugung zugeführt wurden, ging die erzeugte Fleischmenge um 10,1 % sehr deutlich zurück.

Der mit Abstand größte Produzent von Schweinefleisch war Spanien, das die Schlachtungen um 1,1 % auf 29,0 Mio. Tiere erhöhte. Neben Spanien wurde nur in sechs weiteren EU-Staaten eine Zunahme der Produktion beobachtet, darunter neben Dänemark relativ viele Länder mit einem kleinen Bestand an Schweinen. Die Summe der Staaten mit rückläufigen Schlachtzahlen überwiegt deutlich. Die schrumpfenden Bestände deuten darauf hin, dass die Schweineschlachtungen in der EU auch in den kommenden Monaten weiter sinken werden.