Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Meldungen aus dem Landesverband

Fr, 06.12.2024

Großhandelspreise und Getreide-Terminmarkt durchaus fest gestimmt

Saisontypische Weihnachtsruhe ist verfrüht eingekehrt. Schwindende Erzeugerpreise trotz zuletzt fester Kurse bremsen die Abgabebereitschaft in einem nachfrageschwachen Brotgetreidemarkt.

(AMI) Die Feldbestände entwickeln sich sehr erfreulich. Regional wird noch Winterweizen nach Zuckerrüben gedrillt und auch dafür ist die Witterung gut. Damit wären die Feldarbeiten für dies Jahr erledigt, letzte Aufräumaktionen laufen noch – und dann ist Weihnachten. Und weil sich die Gebote des Erfassungshandels nicht so entwickeln wie erhofft – Paris zeigte in den zurückliegenden Tagen stetig nach oben – ist auch die Abgabebereitschaft erlahmt. Vereinzelt wird noch verkauft, wenn pauschalierende Betriebe aus steuerlichen Gründen den Verkauf in diesem Jahr vorziehen, aber darüber hinaus ist es sehr still. Insbesondere weil es auch kaum Käufer gibt. Die Mühlen zeigen sporadisch Kaufinteresse für Partien im nächsten Jahr. Aber die als durchaus kurios zu beschreibende Unsicherheit am den Getreidemärkten friert die Aktivitäten ein. Hochpolitische Entwicklungen stören die Märkte und sind weder vorhersehbar noch einschätzbar. Dazu bieten die ungünstigen Vegetationsbedingungen bzw. negativen Meldungen aus den Hautpanbaugebieten ebenfalls kein festes Fundament. Und so spekulieren die Abgeber auf der einen Seite auf festere Preise im neuen Jahr aufgrund verringerter Exportkonkurrenz und mangelndem Top-Angebot, auf der anderen sehen Käufer mit den Ernten auf der Südhalbkugel und sich verschiebenden Wareströmen durchaus Potenzial für weiteren Kursrückgang. Anhaltend geringe Nachfrage am Inlands- wie am Weltmarkt sind ebenfalls ein Indiz. Diesen Spagat spiegeln in der aktuellen Woche bereits die Terminkurse und Kassapreise wider.
Brotweizen verlor gegenüber Vorwoche um 0,61 auf knapp 199 (179-215) EUR/t, bleibt damit weiterhin leicht unter Vorjahresniveau. Qualitätsweizen frei Erfasserlager wird mit 219,50 (195-235) EUR/t einen halben Euro unter Vorwochenlinie und ein Hauch unter dem Vorjahresniveau bewertet. Brotroggen legt zur Vorwoche im Bundesdurchschnitt minimal auf 163,13 (145-190) EUR/t zu, bleibt damit aber immer noch 12EUR/t billiger als vor einem Jahr. Braugerste ist mit 224,75 (207-235) EUR/t frei Lager ebenfalls nahezu unverändert, weist zum Vorjahr einen Preisabstand von 88 EUR/t auf.

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