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Fr, 06.12.2024

Am Ölsaatenmarkt kehrt vorweihnachtliche Ruhe ein

Der Kursanstieg an der Börse in Paris kann auf Erzeugerstufe nicht nachvollzogen werden. Vor diesem Hintergrund bleibt es am Rapsmarkt vorerst ruhig.

(AMI) An der Pariser Börse ging es nahezu durchweg aufwärts. Dabei verzeichnete der Rapskurs Tagesgewinne von bis zu 13 EUR/t. Unterstützung kam dabei insbesondere aus Kanada, denn auch hier konnten sich die Notierungen zuletzt befestigen. Ausschlaggebend dafür war die Spekulation um eine kleinere kanadische Ernte. So schloss der Pariser Fronttermin Februar am 03.12.2024 bei 527,50 EUR/t und damit rund 20,50 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Auch Partien der Ernte 2025 tendieren fester, wenn auch weniger deutlich. Mit 477,50 EUR/t verzeichnet der August-25-Kontrakt auf Wochensicht ein Plus von rund 13,25 EUR/t.
Das zeigt auch auf Großhandelsebene Preiswirkung. Franko Niederrhein werden zur Lieferung ab Januar 540 EUR/t in Aussicht gestellt und damit 20 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Gleiches gilt für Partien franko Hamburg, hier sind mit 525 EUR/t zur Lieferung ab April rund 17 EUR/t mehr möglich. Für Partien der Ernte 2025 sind bis zu 471 EUR/t im Gespräch. Dabei bleiben die Umsätze allerdings anhaltend gering. Angesichts der Preissteigerungen bleibt die Nachfrage gering. Einzig Austral-Ware wird teilweise besprochen, dabei bleibt allerdings abzuwarten, wie viel letztlich von den Feldern geholt wird und die EU erreicht.
Ein anderes Bild zeigt sich demgegenüber auf Erzeugerstufe, denn hier konnten die Forderungen den Kurssprung der Pariser Börse nicht nachvollziehen. Im Bundesdurchschnitt bleiben die Offerten für Raps der Ernte 2024 mit 485,20 (445-510) EUR/t sogar knapp hinter dem Vorwochenniveau von 485,50 EUR/t zurück. Dabei sind die Preismeldungen jedoch von einer starken Heterogenität geprägt. Während beispielsweise aus Brandenburg 13,50 EUR/t mehr genannt werden, sind in Bayern 14,20 EUR/t weniger im Gespräch. Angesichts der Volatilität bleibt die Handelsaktivität am Rapsmarkt gering. Die regionalen Zugewinne reichen nicht aus, um die Abgabebereitschaft der Erzeuger zu beleben. Angebots- und nachfrageseitig haben sich die Akteure zurückgezogen. Vorweihnachtliche Ruhe kehrt ein.

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