Fr, 06.12.2024
Düngemittelpreise pendeln sich ein
(AMI) Fundamental hat sich am heimischen Düngemittelmarkt im November nicht viel verändert. Die Nachfrage bleibt auch weiterhin verhalten. Lediglich vereinzelt wird von Anfragen berichtet, Umsätze kommen dabei allerdings nur selten zustande. Aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg wird von hohen Versorgungsgraden berichtet. Regional konnten bereits bis zu 3/4 des Gesamtbedarfes für 2025 gedeckt werden. Im Süden des Landes zeigt sich demgegenüber ein anderes Bild, hier liegt der Versorgungsgrad im Mittel bei etwa 40 %. Hier dürfte die Logistik im Frühjahr eine Herausforderung darstellen, wenn sich die Nachfrage merklich belebt.
Am internationalen Markt sind die Harnstoffpreise zum Monatsstart zwar zurückgegangen, zuletzt aber wieder deutlich gestiegen. Nach Einschätzung des Marktes dürfte das aktuelle Niveau vorerst gehalten werden, auch bedingt durch die hohen Gaspreise. Mit Preisrücknahmen wird nachfragebedingt erst ab dem zweitem Quartal 2025 gerechnet. Granulierter Harnstoff mit UI wird derzeit mit 445 EUR/t frei Hof im Schnitt rund 2 EUR/t über Vormonatsniveau angeboten. Das sind aber immer noch 23 EUR/t weniger als im Vorjahr. Der Preis für Kalkammonsalpeter ist mit 306 EUR/t ebenfalls leicht über das Niveau des vergangenen Monats von 300 EUR/t gestiegen. Auch AHL hat sich verteuert, bleibt jedoch bezogen auf den Preis je Kilogramm Stickstoff nach wie vor ein sehr preisgünstiger Stickstoffdünger. Im Mittel sind mit 282 rund 4 EUR/t mehr möglich. Der Preis für Diammonphosphat bleibt mit 661 EUR/t demgegenüber knapp unter dem Vormonatsniveau von 663 EUR/t.