Fr, 13.12.2024
Terminmärkte: Weizenkurse ohne klare Tendenz
Sowohl in Chicago als auch in Paris bewegen sich die Weizennotierungen rund um das Niveau der Vorwoche. Neben der Entwicklung der russischen Bestände sowie des schwachen Euros zeigte auch die Schätzung des USDA Kurswirkung.
(AMI) Die Pariser Weizennotierungen klettern aufwärts. Mit 229 EUR/t schloss der Kurs am 12.12.2024 1,75 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Dabei ist jedoch auch der Wechsel des Fronttermins vom Dezember-24-Kontrakt auf den März-25-Kontrakt zu beachten.
Unterstützung kam dabei von dem schwachen Eurokurs, welcher die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Partien auf dem Weltmarkt steigert. Das dürfte die Nachfrage etwas ankurbeln, nachdem die Exporte der Union bislang eher schleppend verlaufen. Die Konkurrenz aus der Schwarzmeerregion bleibt jedoch groß. Im Dezember wird jedoch mit einer Verlangsamung der russischen Exporte gerechnet, nachdem die Ausfuhrsteuern zuletzt erhöht wurden. Damit dürften argentinische Partien in den Fokus rücken.
Marktteilnehmer zeigten sich indes besorgt über die Sperrung der Mosel, denn diese stellt eine wichtige Route für die Getreidelieferungen dar. Handelsunternehmen versuchen auf den Straßenverkehr auszuweichen, das gestaltet sich kurz vor den Weihnachtsfeiertagen allerdings schwierig.
Gedämpft wurde das Plus durch die vermutlich doch etwas besser entwickelten russischen Weichweizenbestände. Infolge des Klimawandels treiben die Kulturen regional ohnehin etwas später aus, was in den vorherigen Berichten nicht berücksichtigt wurde.
Die US-Weizennotierungen verzeichneten nach einem zwischenzeitlichen Aufschwung auf Wochensicht ein Minus. Hier ist der Dezember-25-Kontrakt darüber hinaus noch nicht von Bord gegangen. So schloss der Fronttermin am 12.12.2024 bei umgerechnet 189 EUR/t und damit rund 3 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche.
