Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Fr, 13.12.2024

Blicke des deutschen Brotgetreidemarktes richten sich auf 2025

Die Grundstimmung am Terminmarkt und im Großhandel schlägt sich im Bundesdurchschnitt in leicht festeren Erzeugerpreisen für Brotgetreide nieder. Viel Umsatz steckt allerdings nicht dahinter. Die Preisvorstellungen der Erzeuger passen selten zu den Geboten des Handels.

Am Getreidemarkt ist es ruhig. Für Brotgetreide gilt das noch mehr als für Futtergetreide. Die Abwicklung von Kontrakten prägt den Handel und zu neuen Abschlüssen kommt es selten. Das Angebot ist knapp und für Brotgetreide aller Qualitäten besteht seitens der Mühlen derzeit kaum Bedarf. Wenn gibt es Kaufinteresse für Partien im neuen Jahr. Impulse kommen einzig von den Börsen und Erzeuger nutzen Preisspitzen teilweise zur Vermarktung. Allgemein liegt die Erwartung der Erzeuger allerdings über dem derzeitigen Niveau. Dies gilt insbesondere für gute Qualitäten. Allerdings ist die Qualität der eingelagerten Ware teilweise problematisch. Gleichzeitig gehen die Meinungen bei der Frage auseinander, wie umfangreich die Mengen an unverkaufter Ware auf den Höfen noch sind.

Bei kühler Witterung sind die Feldarbeiten weitestgehend beendet. Regional sind die Bedingungen auf den Feldern nach stärkeren Niederschlägen nass. Gut, dass die Betriebe dem Vernehmen nach zur Aussaat vermehrt auf frühe Sorten gesetzt haben. Daher sind nur wenige Flächen von Verzögerungen bei der Aussaat von Winterweizen betroffen. Überwiegend gehen die Feldkulturen gut in die Winterruhe. Auf vielen Höfen kehrt nun Weihnachtsruhe ein und die Blicke gehen in Richtung 2025.

Die Großhandelspreise bewegten sich unterdessen leicht aufwärts. Brotweizen landet franko Hamburg am 11.12.2024 bei 231 und so 3 EUR/t über Vorwochenlinie. Am Niederrhein kletterten die Preise auf 236 EUR/t. Bei Brotroggen geht es franko Niederrhein um 2 auf 207 EUR/t nach oben. Qualitätsweizen bleibt weiter umsatzlos bei 250 EUR/t. Braugerste steigt gegenüber Vorwoche um 5 auf 270 EUR/t.

Die feste Grundstimmung im Großhandel schlägt sich nur teilweise in den Erzeugerpreisen nieder. Brotweizen verteuerte sich im Bundesschnitt um rund 1,50 auf knapp 202 EUR/t und bleibt damit leicht unter dem Vorjahresniveau. Qualitätsweizen frei Erfasserlager wird mit 221,45 rund 2 EUR/t über Vorwochenlinie bewertet, bleibt damit aber ebenso leicht unter dem Vorjahresniveau. Brotroggen legt zur Vorwoche im Bundesdurchschnitt minimal auf 164,41 EUR/t zu, bleibt damit aber immer noch 12 EUR/t billiger als vor einem Jahr. Braugerste bleibt mit 224,63 EUR/t frei Lager ebenfalls nahezu unverändert, weist zum Vorjahr weiter einen Preisabstand von 88 EUR/t auf.

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