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Fr, 13.12.2024

Entspannter Speisekartoffelmarkt

Das Speisekartoffelangebot deckt eine eher gute Nachfrage von LEH und Export glatt. Der Umfang von Absortierungen hat sich im Laufe der Wochen erhöht. Frachtkosten verteuern den Rohstoff der Packer zusätzlich. Die Preise dürften über den Jahreswechsel gehalten werden.

(AMI) Geschäfte mit Speise- und Verarbeitungskartoffeln laufen weiterhin ohne Hektik. Die kommt bei der Versorgung des LEHs frühestens in der zweiten Wochenhälfte auf, wenn für das Geschäft vor Weihnachten vorgesorgt wird. Neben den schieren Mengen ist sicherlich auch die Beschaffung von genügend Frachtraum/LKW eine Herausforderung. Mit genügend Vorlauf bzw. frühzeitiger Bevorratung in den Packstationen ist aber alles machbar, so Beobachter.

Weiterhin sind wechselhafte Qualitäten ein Thema. Von Oktober auf den November und zuletzt noch weiter, sind die Abzüge in den Packstationen immer größer geworden. Mal sind es vor allem grüne Knollen, mal ist es der Drahtwurm und Druckstellen sowie Silberschorf treten auch auf. Oft ist zu hören, dass die Abgänge im Schnitt rund 10 % größer als in anderen Jahren ausfallen.

Hier und da gibt es Auslagerungsdruck, weil sich die Qualitäten zu schnell verändern. Die Probleme werden aber in der Regel gut gelöst. Auch führen die hohen Boniturabzüge selten zu Weigerungen, heißt es. Die Branche aast nicht mit dem Rohstoff, wie man es vor dem Hintergrund der großen Ernte vermuten könnte. Das dürfte einmal daran liegen, dass der Flächen – und damit der Erntezuwachs weniger dem Speise- als dem Verarbeitungssegment zugefallen ist und darüber hinaus die vielen Abzüge den Zuwachs ausgleichen. Außerdem wird seit langem zunächst viel Ware vom Norden in den Süden verbracht und der Export an Kunden in Osteuropa ist viel früher angelaufen als sonst. Er hält außerdem relativ lebhaft an.

Was die entspannte Stimmung und der recht gute Absatz bisher noch nicht hergeben, sind weitere Preisanpassungen nach oben. Der Markt arbeitet zunächst mit dem Lagerkostenaufschlag, der vor Wochen durchgesetzt wurde. Damit sind die Beschaffungskosten für Abpacker im Süden auch schon recht hoch. Schnell kommen für Premiumware Rohstoffkosten von 27,00 EUR/dt und mehr zusammen. Sehr hohe Frachtkosten haben da allerdings auch ihren Anteil. Bei den Erzeugern in den Überschussgebieten kommt dann natürlich entsprechen weniger an, auch wenn bis 24,00 EUR/dt notiert werden. So viel lässt sich für die Vorortvermarktung echter Premiumqualitäten aber sicher erzielen. Im Export dürfte sich das wiederum eher nicht durchsetzen lassen, wobei einige Kunden in den Empfangslänger hinsichtlich der Qualitäten auch flexibler sind. Weniger Abzüge relativeren dann einen etwas niedrigeren Preis schnell.

Bis Anfang/Mitte Januar dürften viele Preise mit dem LEH nun schon auf bisheriger Basis abgesprochen sein, sodass es auch weiterhin erst mal nicht zu neuerlichen Preisanpassungen kommt. Top-Qualitäten aus gekühlten Kistenlägern wird man allerdings mit dem aktuellen Kursniveau nicht hervorlocken können.

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