Fr, 20.12.2024
Rindermarkt: Trend des sinkenden Fleischkonsums setzt sich fort
(AMI) Nach aktuellen Schätzungen der EU-Kommission dürfte sich der Fleischverzehr der EU-Bürger bis 2035 weiter rückläufig entwickeln. Wird für 2025 noch mit einem durchschnittlichen Konsum von 66,8 kg pro Kopf gerechnet, sind es 2035 noch erwartete 66,3 kg je Bürger.
Die beliebteste Fleischart unter den Einwohnern der EU ist Schweinefleisch. Daran wird sich in den nächsten zehn Jahren nichts ändern. Der Verzehr dürfte sich dennoch deutlich weiter verringern. Konsumierte jeder EU-Bürger im Jahr 2005 rund 34,3 kg Schweinefleisch, werden für 2035 rund 13 % oder fast viereinhalb Kilogramm weniger prognostiziert. Auch bei Rind- und Schaffleisch lässt sich von 2005 bis 2035 ein fast stetig sinkender Verzehr verzeichnen, wobei sich der geringe Konsum von Schaffleisch ab dem Jahr 2024 recht stabil entwickeln dürfte. Ein stark steigender Verzehr innerhalb des betrachteten Zeitraums wird nur bei Geflügelfleisch vermutet. Die Nachfrage nach dieser Fleischart dürfte in den nächsten zehn Jahren weiter zunehmen und 2035 bei 25,8 kg liegen.
Eine immer wichtigere Rolle bei der Entwicklung des Fleischverzehrs und der -produktion dürften laut der EU-Kommission Nachhaltigkeitsaspekte spielen. Im Fall von Rindfleisch werden zudem das kleiner werdende Angebot sowie die vergleichsweise hohen Preise für den abnehmenden Verzehr verantwortlich gemacht. Bei Schweinefleisch wird neben ökologischen Bedenken der Verbraucher der im Vergleich mit anderen Fleischarten relativ hohe Fettgehalt als potentiell ungünstig für die Nachfrageentwicklung angesehen. Geflügelfleisch hingegen dürfte von den sich ändernden Verbrauchsgewohnheiten im Hinblick auf den Fleischverzehr profitieren.