Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

31.08.2022
Direktvermarktung regionaler Produkte

Treffen mit Barbara Otte-Kinast und Hella Bachmann

Immer mehr Menschen greifen beim Kauf von Lebensmitteln im Supermarkt zu regionalen Produkten. Denn kurze Produktionswege stehen in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit hoch im Kurs. Auch viele landwirtschaftliche Betriebe bieten bereits in Hofläden oder Automaten eigens produzierte Ware an. Um das Thema Direktvermarktung ging es daher auch bei einem Treffen in Achim auf dem Hof von Ehler Mindermann. Barbara Otte-Kinast (Niedersächsische Landwirtschaftsministerin) und Hella Bachmann (Landtagskandidatin und Kreisvorsitzende der CDU im Wahlkreis Verden) wollten von regionalen Anbieter*innen wissen, welche Möglichkeiten der Direktvermarktung es bereits gibt und vor welche Herausforderungen die Branche dadurch gestellt wird. Zugegen waren dafür Moritz Armbrust von „Friedhold“ (Anbieter zur Initiierung von Onlinehofläden), Jürgen Luttmann von der Jägerschaft (Initiator der „Waldfleisch-App“), Lina Blohme und Familie (betreiben sowohl Hofladen als auch Regiomat), Katja Schwede vom Landgut Bollen (Vermarktungsgesellschaft für regionale Produkte), Robert Morgan von „Induflex“ (Hersteller einer Mikro-Molkerei) sowie Kreislandwirt und Hofladenbetreiber Jörn Ehlers.

Moritz Armbrust, Friedhold: „Wir bieten Landwirtinnen die kostenlose Erstellung eines Online-Hofladens an. Erst bei Verkauf erhalten wir 5 % vom Nettoumsatz.“ In wenigen Tagen kommt außerdem die App „Support your Farmer“ auf den Markt, über die Kundinnen schauen können, welcher Betrieb in der Region einen Online-Hofladen hat, um dort ganz einfach regionale Produkte zu bestellen. Jürgen Luttmann, Waldfleisch-App: „Wir führen mit unserer App Jäger und Kunden zusammen. Wer frisches Fleisch möchte, kann schauen, welcher Jäger in der Region grad welches hat.“ Durch die Vermarktung der Produkte möchten die Initiatoren der App auch eine größere Akzeptanz der Jägerschaft innerhalb der Gesellschaft bewirken.

Lina Blohme, Hofladen und Regiomat: „Wir haben auf unserem Hof alles auf den Kopf gestellt und setzen nun auf Direktvermarktung und Bioqualität.“ Neben einem Hühnermobil betreibt Familie Blohme auch einen Hofladen sowie den Regiomaten auf dem Hof von Ehler Mindermann. Dort gibt es auch weitere regionale Produkte von anderen Betrieben.

Katja Schwede, Landgut Bollen: „Ich bin als gebürtige Bremerin erschrocken darüber, dass die regionalen Supermärkte die Bollener Knolle nicht kannten.“ Das Landgut Bollen bietet die Vermarktung regionaler Produkte in hiesigen Supermärkten an. Angefangen hat alles mit der Kartoffel, mittlerweile gibt es aber auch Projekte mit Spargel und sogar einen Kartoffel-Gin.

Robert Morgan, Induflex: „Wir möchten back to the roots und haben deshalb die Idee einer Mikro-Molkerei umgesetzt.“ Ziel ist es, dass sich mehrere Milchbauern zusammentun und ihre eigene Milch abfüllen und verkaufen.

Jörn Ehlers, Kreislandwirt und Hofladen: „Leider ist uns in vielen Bereichen die Infrastruktur abhandengekommen. Es gibt kaum regionalen Schlachtereien oder Molkereien, die kleine Mengen für uns Landwirte abfertigen können. Es steckt so viel Potenzial in den Höfen, die Wertschöpfungsmöglichkeiten in Sachen Direktvermarktung sind enorm.“ Leider sehen viele Betriebe das Thema Direktvermarktung noch als Nebenprodukt an, sodass große Player wie Amazon oder hello fresh bereits versuchen, mit Regionalität zu punkten. Und das hat auch einen Grund: „Ich würde mir von der Politik wünschen, die Auflagen und Kosten für die landwirtschaftlichen Betriebe zu verringern, sodass von den regionalen Lebensmitteln auch die hiesige Landwirtschaft profitieren kann. Denn landwirtschaftliche Direktvermarktung ist nicht nur ein Betriebszweig, mit dem sich Geld verdienen lassen sollte, sondern immer auch ein Weg, die Branche positiv in der Öffentlichkeit darzustellen.“

30.08.2022
Gemeinsame Podiumsdiskussionen

zur Landtagswahl

Wie bekannt ist, findet am 09. Oktober 2022 die Wahl zum 19. Landtag von Niedersachsen statt. In Form einer Podiumsdiskussion möchten wir Ihnen gemeinsam mit dem LSV (Land schafft Verbindung) vorab die Möglichkeit bieten den Kandidaten der verschiedenen Parteien aus den Wahlkreisen 53 und 61 noch einmal auf den Zahn zu fühlen.

Podiumsdiskussion Wahlkreis 53:
Datum: 01.09.2022 um 19 Uhr
Ort: Am Mühlenberg 1, 28870 Ottersberg (Quelkhorn)

Podiumsdiskussion Wahlkreis 61:
Datum: 12.09.2022 um 19 Uhr
Ort: Scharnhorster Weg 1, 27308 Kirchlinteln (Deelsen)

Über Ihre Teilnahme an der Podiumsdiskussion würden wir uns sehr freuen.

25.08.2022
Landwirtschaft von Profis erklärt

Standpersonal für HanseLife gesucht

Auch in diesem Jahr werden wir – gemeinsam mit der Niedersächsischen Landjugend und weiteren Landvolk-Kreisverbänden – auf der Verbrauchermesse HanseLife in Bremen vertreten sein. Geplant ist eine interaktive Entdeckungsreise zum Thema Landwirtschaft mithilfe von Exponaten, die die Landjugend zur Verfügung stellt. Folgende Themen werden an den Ständen bespielt werden:

Bertha, die bildende Kuh: Alles rund um Milchherstellung Alfred, das fröhliche Ei: Woher kommt eigentlich das Frühstücksei? Heinrich, der Kartoffeltisch: Was lässt sich alles aus Kartoffeln herstellen? Saisonkalender: Wann wachsen Obst und Gemüse hier in Deutschland? 3D-Brille: Ein Tag im Leben einer Landwirtin Arbeit für das ganze Jahr: Was passiert wann auf dem Feld? Nahrung für die Pflanze: Wie wachsen Pflanzen in Deutschland?

Wie gehabt benötigen wir für jeden Stand wieder entsprechendes Personal. Geplant ist der Standdienst in zwei Schichten (Mi, Do, Sa & So: 10:00-14:00 Uhr und 14:00-18:00 Uhr / Fr: 10:00-14:00 Uhr und 14:00-20:00 Uhr) und es werden für jeden Stand jeweils zwei Personen gesucht. Bitte seid circa 15 Minuten vor Schichtbeginn in Halle 4 am Stand „Land&Natur“. Alle weiteren Informationen erhaltet ihr kurz vor Messebeginn via Mail.

Bitte tragt euch über den unten stehenden Link in die Liste ein mit Vor- und Nachnamen, außerdem schreibt rechts in die Kommentare noch einmal euren Namen, den Kreisverband sowie eure Handynummer. Falls euch an dem Tag etwas dazwischen kommt, meldet euch bitte bei Silke Aswald (0162-4177151).

Unter diesem Link könnt ihr euch für den Standdienst eintragen:

HanseLife 2022 14.-18.9.22, Messehalle Bremen (Stand „Land&Natur“ in Halle 4) 10-18 Uhr (Freitag 10-20 Uhr)

Bei allen weiteren Fragen, meldet euch bitte bei Silke Aswald (aswald@landvolk-row-ver.de).

24.08.2022
Landvolk Betriebsmittel GmbH

Wichtige Mitteilung zum Erdgasbezug

Die Landvolk Betriebsmittel GmbH (LVB) informiert ihre Kund*innen darüber, dass diese derzeit Post von der EWE Vertrieb erhalten. Zum einen handle es sich dabei um die Preismitteilung der Grundversorgung, diese würde als Tarif EWE Gas comfort bezeichnet. Des Weiteren stelle die EWE Vertrieb aktuell auf ein neues IT System um, dies sei der Grund für das zweite Anschreiben.

Zur Marktsituation:
Mit einer Entspannung auf den Erdgasmärkten – verbunden mit gesicherten Erdgasmengen und günstigeren Preisen – sei kurzfristig nicht zu rechnen. Nach mehreren intensiven Gesprächen mit Versorgern, sei aktuell keine Weiterbelieferung mit Erdgas ab dem 01.10.2022 zu Landvolkkonditionen möglich.

Deshalb sei es derzeit ratsam sich in die Grundversorgung fallen zu lassen, da die Preise dort unter den Marktpreisen liegen würden. Ab dem 01.10.2022 14,99 ct/kWh brutto (Grundversorgungspreis).

Vorteile Grundversorgung:

  • 2 Wochen Kündigungsfrist
  • Preis liegt bei der Hälfte des aktuellen Marktes
  • Versorgungssicherheit gegeben

Die LVB befindet sich nach wie vor mit der EWE und weiteren Versorgern in Verhandlungen. Sobald sich positive Bewegungen im Markt abzeichnen, wird die LVB einen neuen Rahmenvertrag mit der von den Kund*innen erteilten Vollmacht abschließen. Worüber die Kund*innen dann umgehend von der LVB informiert werden.

24.08.2022
Veranstaltung Direktvermarktung regionaler Produkte

31. August 2022 in Achim

Sie interessieren sich für eine größere Wertschöpfung durch direkte Vermarktung? Dann beschäftigen Sie womöglich auch die folgenden Fragen:

Wie soll ich das zeitlich noch schaffen?
Die Suche nach einer Schlachterei – sind die Auflagen zu hoch?
Oder was ist eigentlich eine Mikro-Molkerei?

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen laden unsere Niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast und die Landtagskandidatin und Kreisvorsitzende der Verdener CDU Hella Bachmann am Mittwoch, den 31. August 2022 von 10.00 – 11.00 Uhr auf den Hof Mindermann, Uesener Weserstraße 6 , 28832 Achim ein.

Freuen dürfen sich die Besucher*innen auf:

„Friedhold“, Moritz Armbrust stellt den Online Hofladen vor

„Waldfleisch“-App, Jürgen Luttmann und die Jägerschaft Verden

Familie Blohme, Hofladen und Regiomat

Landgut Bollen, Vermarktungsgesellschaft für regionale Produkte

Jörn Ehlers, Hofladen und Kreislandwirt

Robert Morgan, Firma Induflex aus Blender, stellt seine „Mikro-Molkerei“ vor

23.08.2022
Der Kreisverband freut sich über Verstärkung

André Ehlebracht neuer Buchstellenleiter

Wir freuen uns, verkünden zu dürfen, dass André Ehlebracht neuer Buchstellenleiter in unserem Kreisverband ist. Herr Ehlebracht wird für viele Mitglieder durch seine langjährige Tätigkeit als Steuerberater in unserem Hause bereits ein bekanntes Gesicht sein. Wir schätzen uns glücklich, Herrn Ehlebracht beim Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden wieder willkommen zu heißen und auf seine weitreichende Expertise bauen zu dürfen.

18.08.2022
Verbrauchermesse HanseLife 2022 in Bremen

Kreisverbände und Landjugend organisieren interaktives Informationsangebot zum Thema Landwirtschaft

Vom 14.-18.9.22 findet in Bremen die Verbrauchermesse HanseLife statt. Auch die Landwirtschaft wird dort vertreten sein. Gemeinsam mit der Landjugend organisieren die Kreisverbände rund um Bremen ein anschauliches Informationsprogramm. Vom Hühnerei über Saisonkalender bis hin zur 3D-Brille: Interaktive Exponate geben den Besucher*innen einen umfangreichen Einblick in das landwirtschaftliche Arbeiten.

HanseLife Bremen Messegelände, Halle 4 14.-18.9.22 (10-18 Uhr)

09.08.2022
Eure Landwirte - Echt grün

Juli News

Erfolgreicher Einsatz für den Insektenschutz:
Die Aktion „Bienenfreundlicher Landwirt“ mit fachlicher Begleitung durch das Bieneninstitut in Celle motivierte in diesem Jahr wieder 554 Landwirtinnen und Landwirte zum Einsatz für den Insektenschutz. Mit zahlreichen Maßnahmen auf Hof, Feld und im Grünland konnten zum dritten Mal eine Vielzahl an Teilnehmer*innen gewonnen werden. Wir freuen uns über die Resonanz in der Presse und die vielen Gespräche zwischen Landwirt*innen und Verbraucher*innen, die durch diese Maßnahme geführt werden konnten.

Große Freude über kulinarisches Präsent:
Auf dem „Tag der Niedersachsen“ im Juni war die Initiative „Eure Landwirte – Echt grün e.V.“ auf dem Stand des Kreisverbands Hannover vertreten. Unter allen Teilnehmer*innen, die eine Postkarte mit einer Frage an eine(n) Landwirt*in formulierten, wurde ein Präsentkorb verlost. Über den Gewinn freut sich eine junge Frau aus Burgwedel mit der Frage: „Welche alten Nutztierrassen gibt es in Niedersachsen?“. Diesen und weiteren Fragen aus der Postkartenaktion widmet sich „Eure Landwirte – Echt grün” in den kommenden Wochen auf ihren Social-Media-Kanälen. Seid gespannt!

08.08.2022
Tagung für Wiesenvogelschutz in Niedersachen

28. bis zum 30. September 2022

Die Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA), der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz (MU) laden vom 28. bis zum 30. September 2022 ein zur Tagung für Wiesenvogelschutz in Niedersachen. Die Tagung findet statt im Zentrum für Umweltkommunikation in Osnabrück. Die Teilnahmegebühr beträgt 125 € (einschließlich Mittag- und Abendessen, Tagungsgetränken sowie Abendveranstaltung am 29.09.). Interessierte können sich noch bis zum 28.08.2022 für die Veranstaltung anmelden. Für weitere Informationen und die Zusendung des Anmeldeformulars melden Sie sich bitte unter sievers@landvolk-row-ver.de.

02.08.2022
Zusatzversorgung für Arbeitnehmer*innen in der Land- und Forstwirtschaft

Anträge bis 30. September 2022 stellen

Arbeitnehmer, die rentenversicherungspflichtig in der Land- und Forstwirtschaft tätig waren, können eine Ausgleichsleistung beantragen, darauf macht die Zusatzversorgungskasse für Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft (ZLA) aufmerksam.

Anspruch hierauf hat, wer eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bezieht und am 1. Juli 2010 das 50. Lebensjahr vollendet hat. Außerdem ist für die letzten 25 Jahre vor Rentenbeginn eine rentenversicherungspflichtige Beschäftigungszeit von 180 Kalendermonaten (15 Jahren) in der Land- und Forstwirtschaft nachzuweisen.

Antragstellerr*innen aus den neuen Bundesländern müssen außerdem nach dem 31. Dezember 1994 noch mindestens sechs Monate in einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb rentenversicherungspflichtig gearbeitet haben. Auch ehemalige Arbeitnehmerr*innen, die keinen Anspruch mehr auf die tarifvertragliche Beihilfe des Zusatzversorgungswerkes haben, können einen Antrag auf Ausgleichsleistung stellen. Arbeitnehmerr*innen, die rentenversicherungspflichtig in der Land- und Forstwirtschaft tätig waren, können eine Ausgleichsleistung beantragen, darauf macht die Zusatzversorgungskasse für Arbeitnehmerr*innen in der Land- und Forstwirtschaft (ZLA) aufmerksam.

Die maximale Geldleistung beträgt zurzeit monatlich 80 Euro für Verheiratete und 48 Euro für Ledige. Anträge sind bis zum 30. September 2022 zu stellen. Dies ist aber nur dann maßgebend, wenn die Antragstellerr*innen bereits eine gesetzliche Rente vor dem 1. Juli 2022 bezogen haben. Wird der Antrag später gestellt, gehen nur die Leistungsansprüche vor dem 1. Juli 2022 verloren.

Fragen beantwortet die Zusatzversorgungskasse für Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft, Druseltalstraße 51, 34131 Kassel (Tel.: 0561 785179-00, Fax: 0561 7852179-49, Mail: info@zla.de). Weitere Informationen finden sich hier.

Aktuelles aus dem Landesverband

17.01.2025
Milchmarkt
Milch und Rind

In der 1. KW 2025 stieg die Milchanlieferung in Deutschland um 0,9 % im Vergleich zur Vorwoche, lag jedoch 2,7 % unter dem Niveau des Jahresanfangs 2024. Zu Jahresbeginn ist die Nachfrage nach abgepackter Butter ruhiger, da Verbraucher tendenziell zurückhaltender mit ihren Einkäufen sind. Bei Blockbutter ist die Nachfrage hoch und bleibt stark. Die Nachfrage nach Schnittkäse ist weiterhin gut, unterstützt durch Aktionen im LEH.  Magermilchpulvermarkt ruhiger, seit MKS-Fall. Exportverträge verzögern sich wegen Formalitäten und Restriktionen. Vollmilchpulvermarkt ist ruhiger, die Preise stabil. Molkenpulverpreise sind stabil bis steigend, Futtermittelpreise leicht schwächer. (AMI, ZMB)

17.01.2025
Aktuelle Risikoeinschätzung zur Aviären Influenza
Geflügel

Mitte Januar veröffentlichte das Friedrich-Loeffler-Institut eine aktualisierte Risikoeinschätzung zur Hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI) H5. Im Dezember 2024 wurden in Deutschland 6 HPAIV H5N1-Ausbrüche bei Geflügel und 28 infizierte Wildvögel festgestellt. Des Weiteren wurden 2 Ausbrüche in privaten und 4 in zoologischen Haltungen festgestellt. In Europa wurden im Dezember 40 Ausbrüche in Geflügelhaltungen und 25 bei privat gehaltenen Vögeln gemeldet. Das Risiko eines Eintrags und der Aus- und Weiterverbreitung von HPAI H5-Viren in Wasservogelpopulationen innerhalb Deutschlands bleibt weiterhin hoch. Höchste Priorität haben die empfohlenen Biosicherheitsmaßnahmen sowie die Überwachungs- und Abklärungsuntersuchungen. Der vollständige Bericht ist auf der FLI-Homepage abrufbar unter

https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00063604/FLI-Risikoeinschaetzung_HPAI_H5_2025-01-13.pdf

17.01.2025
Rabobank: Global Wachstum bei Geflügelfleisch
Geflügel

Die Rabobank prognostiziert bis 2025 ein weiteres Wachstum des globalen Geflügelfleischsektors um 2,5 bis 3 Prozent. Hauptgründe dafür sind günstige Verbraucherpreise, steigende Nachhaltigkeitsanforderungen und eine wachsende Nachfrage in Schwellenländern. Besonders in Südostasien, Lateinamerika, dem Nahen Osten und Afrika wird das Wachstum vorangetrieben, während Brasilien durch starke Exporte profitiert. Auch in Europa wird eine überdurchschnittliche Zunahme erwartet. Nachhaltigkeit spielt in Industrieländern eine zunehmend wichtige Rolle, da Geflügelfleisch im Vergleich zu anderen Fleischsorten eine bessere CO₂-Bilanz aufweist. Die Vogelgrippe bleibt eine ständige Herausforderung und könnte das Angebot beeinträchtigen. Länder setzen vermehrt auf Impfungen, um das Risiko zu senken. Gleichzeitig sind stabile Betriebskosten zu erwarten, insbesondere bei Futter, da Mais- und Sojavorräte hoch sind. Allerdings könnten extreme Wetterereignisse die Ernten belasten. Der globale Geflügelhandel bleibt stark, steht jedoch vor Risiken durch geopolitische Spannungen, Epidemien und veränderte Handelsströme. Die Rabobank allerdings warnt vor Unsicherheiten durch politische Entwicklungen in den USA, Spannungen zwischen Europa und China sowie Handelsumleitungen aufgrund der Lage im Nahen Osten

17.01.2025
Mexiko: Spitzenreiter im globalen Eierkonsum
Geflügel

Mit 392 Eiern pro Kopf hatte Mexiko im Jahr 2023 den weltweit höchsten Eierkonsum und lag damit deutlich über dem Deutschland mit 236 Eiern pro Kopf. Das Land ist zudem der viertgrößte Eierproduzent nach China, Indien und den USA. Mexiko produziert täglich 140 Millionen Eier, ein Anstieg von 1,8 % zum Vorjahr. Haupttreiber sind steigende Nachfrage und Bevölkerungswachstum. Trotz Vogelgrippe erwartet die Nationale Vereinigung der Geflügelzüchter (UNA) 2024 ein Plus von 2,3 %. Beim Welttag des Eies in Jalisco brachen 2.039 Teilnehmer in Tepatitlán den bisherigen Guinness-Weltrekord im Eierlauf. Weitere Feierlichkeiten umfassten Wettbewerbe, Fahrradrennen und ein kostenloses Frühstück für 1.500 Menschen.

17.01.2025
USDA hebt Weizen-Endbestandsschätzungen unerwartet an
Pflanzen

Wie schon im Dezember nahm das US-Landwirtschaftsministeriums beim Weizen die geringsten Korrekturen vor. Die größte Überraschung bot die aktuelle US-Vorratsschätzung.

(AMI/USDA) Wie bereits im Dezember barg die Inlandsbilanz der USA die größten Überraschungen. Während Marktteilnehmer im Vorfeld mit einer Kürzung der US-Endbestandsschätzung für Weizen auf 21,5 Mio. t gerechnet hatten, erhöhte das USDA diese von 21,63 auf 21,71 Mio. t. Das lag insbesondere an der Anhebung der Angebotsschätzung, die von 76 auf 76,142 Mio. t erhöht. Hintergrund ist die in gleichem Umfang gestiegene Importprognose auf 3,538 Mio. t. Gleichzeitig senkte das USDA auch den durchschnittlichen Erzeugerpreis für Weichweizen von 5,60 USD/bu (199,65 EUR/t) auf 5,55 USD/bu (197,87 EUR/t).

Auch bei den Bilanzposten Endbestände weltweit traf die Meinung der Marktteilnehmer nicht das Ergebnis des US-Landwirtschaftsministeriums. Während die Börsianer auf eine unveränderte Prognose spekuliert hatten, erhöhte das USDA leicht von 257,9 auf 258,8 Mio. t, was aber immer noch 8,7 Mio. t weniger wären als die 267,5 Mio. t in 2023/24 und den niedrigsten Stand seit 2015/16.

Hintergrund ist die etwas positivere Einschätzung der Weltweizenerzeugung. Diese wird im Januar 25 bei 793,2 Mio. t gesehen und damit 291.000 t über Vormonatsprognose und 2,2 Mio. t über dem Vorjahresergebnis. Angehoben wurden die Prognosen unter anderem für Syrien und Pakistan. Nennenswerte Senkungen gab es allein für Uruguay. Der Wert für Russland blieb auf Monatssicht unangetastet bei 81,5 Mio. t.

Dem höheren Angebot steht eine unveränderte Nachfrage gegenüber. Konkret erhöht sich die USDA-Schätzung um marginale 4.000 t auf 798,377 Mio. t. Das sind 67.000 t weniger als 2023/24. Maßgeblich hierfür ist die schwächelnde Nachfrage aus der Türkei, die nur zum Teil durch einen höheren Bedarf aus der Ukraine ausgeglichen wird.

Globaler Weizenhandel schrumpft

Die weltweite Exportmenge soll um 1,6 auf 212 Mio. t schrumpfen. Der Rückgang entfällt fast vollständig auf die zusammengestrichenen Prognosen für Russland, minus 1 auf 46 Mio. t und die Ukraine, minus 0,5 auf 16 Mio. t. Der Welthandel ist rückläufig, da die Türkei und China weniger importieren. Der Anstieg der argentinischen Ausfuhren wird teilweise durch den Anstieg der brasilianischen Einfuhren ausgeglichen.

17.01.2025
EU-Exportaussichten trüben Getreide-Terminmärkte
Pflanzen

In Paris geben die Weizenkurse aufgrund geringer Nachfrage nach. Die bisherigen EU-Weizenausfuhren liegen mehr als ein Drittel unter Vorjahresvolumen. In Chicago geht es für Weizen hingegen etwas aufwärts.

(AMI) In Paris geht es für die Weizennotierungen erneut abwärts. Am 15.01.2025 schloss der Fronttermin März 25 bei 228,25 EUR/t und verfehlt das Vorwochenniveau um 2,50 EUR/t. Damit entfernt sich der Weizenkurs dem Halbjahreshoch vom Jahresanfang von 239,25 EUR/t. Folgetermine ab Mai 25 geben auf Wochensicht nur bis zu 1,25 EUR/t nach.

Die trüben Exportaussichten der EU lasten auf den Pariser Weizenkursen. Nach Angaben der EU-Kommission exportierte die Gemeinschaft bis zum 12.01.25 rund 11,49 Mio. t Weichweizen. Das sind 6,15 Mio. t, 35 %, weniger als zum Vorjahreszeitpunkt. Die Exportkonkurrenz am Weltmarkt bleibt groß. Insbesondere Russland und zunehmend auch Argentinien dominieren den Welthandel mit Weichweizen. Allerdings gehen die Weichweizenausfuhren Russlands langsam zurück, dürften bis Ende des Monats vielleicht dennoch knapp 2 Mio. t erreichen. Bis zum 10.01.25 waren allerdings erst 468.000 t Weichweizen (Vorjahr: 821.000) t laut Russian Grain Union exportiert worden.

Die Exporthoffnung der EU liegt aktuell auf Marokko. Das Land ist nach einer historisch kleinen Ernte vermehrt auf Weizenimporte angewiesen. Zudem hat Marokko seine monatlichen Einfuhrsubvention für Weizen erhöht, was die Nachfrage nochmals ankurbeln dürfte. Die Daten der EU-Kommission unterstreichen nochmals die Wichtigkeit des Landes für den Außenhandel der EU. Im bisherigen Wirtschaftsjahresverlauf verschiffte die Gemeinschaft 1,11 Mio. t Weichweizen nach Marokko. Damit deckt das Land knapp 10 % der gesamten EU-Weizenexporte. Nur nach Nigeria wurden mit 1,82 Mio. t und einem Marktanteil von 15,9 % mehr geliefert. Ansonsten bleibt das Handelsgeschehen am globalen Markt gering, vereinzelt werden Ausschreibungen veröffentlicht, große Mengen stehen aber nicht dahinter.

US-Weizenkurse drehen ins Plus

An der CBoT geht es für die Weizenkurse hingegen aufwärts. Am 15.01.2025 schloss der Fronttermin bei umgerechnet 195,11 EUR/t und übertrifft das Vorwochenniveau um rund 3,60 EUR/t. Seit Wochenbeginn geht es für die Notierungen allerdings ebenfalls wieder abwärts. Im Fokus stehen derzeit die Wetterkarten wichtiger US-Anbaugebiete. Denn die Feldbestände sind aktuell von keiner ausreichenden Schneedecke geschützt. Prognosen über sehr niedrige Temperaturen in den kommenden Tagen ließen die Sorgen um die Feldbestände wachsen. Auch stützten die festeren US-Maiskurse die Weizennotierungen. So stieg die Erwartung, dass Abnehmer eher Interesse an Weizen als an Mais zeigen, weil die Verwendung von Weizen im Futter zunimmt.

17.01.2025
Rapspreis 110 EUR/t über Vorjahreslinie
Pflanzen

Der Rapspreis klettert wieder über die Marke von 500 EUR/t. Das kann die Abgabebereitschaft der Erzeuger beleben. Dabei wird das attraktive Niveau insbesondere zur Absicherung der kommenden Ernte genutzt.

(AMI) Die Pariser Rapsnotierungen tendierten in der laufenden Handelswoche nahezu durchweg fester. Lediglich zum Start der 03. KW änderten sich die Vorzeichen. So schloss der Fronttermin Februar am 14.01.2025 bei 537,25 EUR/t und damit rund 16,25 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Mit 537,75 EUR/t notiert der Mai-Kontrakt nun sogar marginal höher als der Fronttermin. Zur Erinnerung – vor den Weihnachtsfeiertagen gab es noch einen Invers von über 17 EUR/t. Auch Partien der Ernte 2025 konnten sich auf Wochensicht befestigen. Mit 490 EUR/t schloss der August-25-Kontrakt 11,50 EUR/t höher als noch in der Woche zuvor.
Neben dem Kursanstieg der US-Sojabohnen standen dabei auch die Entwicklungen am Markt für Rohöl im Fokus. Hier herrscht weiterhin Verunsicherung hinsichtlich der geplanten Änderungen der US-Zollpolitik unter dem designierten Präsidenten Donald Trump. Hinzu kommt der schwache Euro, welcher die Nachfrage nach EU-Partien ankurbeln dürfte.

Mit dem Plus in Paris geht es auch auf Großhandelsebene aufwärts. Franko Hamburg werden mit 543 EUR/t für Partien zur Lieferung ab April bei unverändertem Aufgeld 21 EUR/t mehr in Aussicht gestellt. Franko Niederrhein sind zur Lieferung ab Februar mit 545 EUR/t bei zurückgenommener Prämie (-1) rund 15 EUR/t weniger möglich. Für Partien der Ernte 2025 werden bis zu 494 EUR/t gemeldet. Umsätze stehen hier jedoch auch Mitte Januar kaum dahinter. Ölmühlen verweisen vorerst auf ihre gute Deckung. Importe aus Australien laufen indes stetig, auch wenn hier bislang nur wenig gehandelt wird.

Auch auf Erzeugerstufe ändern die Forderungen die Richtung und legen im Aufwind der festen Terminmarktnotierungen kräftig zu. Im Bundesdurchschnitt werden mit 506,50 knapp 19 EUR/t mehr aufgerufen als noch in der Vorwoche. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 480-531 EUR/t. Zum Vorjahreszeitpunkt erhielten Erzeuger mit 397 knapp 110 EUR/t weniger. Die Erzeugerpreise nähern sich damit auch wieder den Preisen in der Saison 2022/23 an. Zur Vermarktung der alten Ernte wird das Preisniveau nur noch vereinzelt genutzt, denn hier sind die Lager weitestgehend geräumt. Das Interesse an Vorkontrakten wächst jedoch. Hier sind mit 453,70 (425-515) EUR/t im Mittel gut 14 EUR/t mehr im Gespräch. Vereinzelt werden auch Umsätze in die Bücher geschrieben. Ölmühlen signalisieren regional ebenfalls Bedarf.

17.01.2025
Warten auf Preisaufschlag für Speisekartoffeln
Pflanzen

Langsam verschiebt sich das Speisekartoffelangebot auf Herkünfte in kostspieligerer Langzeitlagerung und die Nachfrage der Verbraucher bleibt überraschend gut. Da erwarten Lagerhalter demnächst Preisaufschläge.

(AMI) Der Markt für Speisekartoffeln ist unverändert fest. Die Nachfrage des LEHs wird bedient, wobei bisher noch kaum höhere Preise gefordert wurden als vor Weihnachten. Die Anzeichen, dass sich dies aber bis Februar ändert, verstärken sich. Schon in den nächsten Preisrunden mit dem LEH dürften Abpacker mehr für ihre Kleingebinde verlangen, um den Erzeugern einen Lagerkostenaufschlag gewähren zu können. Schon jetzt werden hier und da Kartoffeln aus Kühllägern vermarktet. Diese wird der Handel aber wohl nicht mehr in ausreichenden Mengen zu bisherigen Preisen bekommen, wenn erst einmal bundesweit darauf umgestellt werden muss.

Je nach Region wird der Zeitpunkt für eine Preisanpassung unterschiedlich gesehen. Vor allem in den südlichen Zuschussgebieten wird der Markt früher reagieren müssen, weil es fast keine Kartoffeln aus dem Flächenlager mehr gibt. Im Norden kann zusätzlich eine unvermindert hohe Exportnachfrage die Motivation der Branche stärken, mit höheren Preisen nicht zu viele Kartoffeln abfließen zu lassen. Auch wenn die netto zur Verfügung stehende Kartoffelmenge schlecht quantifiziert werden kann, herrscht doch allgemein die Meinung vor, dass später noch jede Kartoffel für den hiesigen Markt gebraucht wird, die vorrätig ist und dafür taugt.

Das vorläufige Ernteergebnis mit 12,7 Mio. t hatte zunächst zu anderen Einschätzungen geführt. Weil aber trotz guter Proberodungsergebnisse viele Landwirte ihre Scheunen nicht so voll bekommen haben, wie erwartet, hat sich das Blatt gewendet. Womöglich bestätigt sich das im endgültigen Ernteergebnis, welches es zum Monatswechsel geben wird. Die Korrektur der Anbaufläche um minus 6.000 ha war jedenfalls schon mal ein Schritt in diese Richtung.

Neben Exporten, hohen Absortierungen und kleineren Vorräten als erwartet, trägt auch die Nachfrageentwicklung zu einer festen Stimmung am Speisekartoffelmarkt bei. Auch in der dritten Kalenderwoche heißt es wieder verbreitet, dass mehr Kartoffeln im LEH eingekauft werden als zunächst vermutet. Das jetzt kalte Wetter mag dazu beitragen, vor allem aber helfen die nicht enden wollenden Werbeaktionen des LHEs.