Dem Trend an den Börsen folgend haben sich auch die Erzeugerpreise am hiesigen Getreidemarkt etwas stabilisiert. Trotz dessen wird Brotweizen im Schnitt noch immer unter 190 €/t bewertet. Somit bleibt der Großteil der Ernte mit der Hoffnung auf weitere Preissteigerungen eingelagert. Währenddessen sind die Aufschläge für Qualitätsweizen weiter sehr hoch. In diesem Segment wird mit einer sehr knappen Versorgung gerechnet. Sollte sich der Trend an den Terminmärkten weiter durchsetzen, könnten in den nächsten Wochen wieder mehr Geschäfte möglich sein. Grund für die Entwicklung ist, dass die geringen Erntemengen in Deutschland und der EU langsam nun doch etwas Beachtung findet. Auf internationaler Ebene wurde auch in Teilen Russlands zuletzt von ungünstiger Witterung berichtet, wodurch die Prognosen der russischen Weizenernte etwas zurückgenommen wurden. Im Gegensatz dazu werden aus Nordamerika und Australien gute Ernteergebnisse erwartet. Entsprechend gibt es nicht ausschließlich Argumente für weiter steigende Preise.
Auch am Rapsmarkt setzt sich der starke Trend der letzten Wochen weiter fort. Hier sind die Gründe ebenfalls in der schwachen EU-Ernte, aber auch die Soja-Exportzahlen der USA zu suchen. Auf der anderen Seite steigen jedoch auch die Importe in die EU. Der Erzeugerpreis für Raps konnte im Bundesschnitt um knapp 6 EUR/t auf gut 429 EUR/t zulegen.
Am Markt für Speisekartoffeln übersteigt das Angebot weiter die Nachfrage. Das sommerliche Wetter konnte nicht dazu beitragen, die ruhige Nachfrage zu beleben. Da in den kommenden Wochen noch große Mengen von den Feldern geholt werden, ist der Druck auf den Preis weiterhin hoch. In dieser Woche wurden in der Heide noch 20 EUR/dt frei Erfassungsstelle notiert. Darüber, ob der Boden nun erreicht ist oder es zu weiteren Abschlägen kommt, sind sich Marktteilnehmer uneinig.
Auf dem neusten Stand
Lokales aus dem Kreisverband
Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.
Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
06.09.2024
06.09.2024
Terminmärkte aktuell KW36 Pflanzen

06.09.2024
Nächster Infobrief Pflanze erst im Oktober Pflanzen
Sehr geehrte Leserinnen und Leser des Infobriefes Pflanze,
In den nächsten drei Wochen wird es keinen Bericht zu den Pflanzenmärkten geben.
Der nächste Infobrief geht Ihnen somit erst wieder im Oktober zu.
Das Landvolk Niedersachsen wünscht eine weiterhin ertragreiche Ernte und gute Geschäfte
06.09.2024
Bundesweit Feldtage des Humus-Klima-Netzwerks von DBV und BÖLW bieten Austausch & Praxiswissen zum Humusaufbau Öko-Landbau
(DBV) Die Feldtage des Humus-Klima-Netzwerks von DBV und BÖLW sind, wie die am Vorhaben beteiligten 150 Landwirtschaftsbetriebe bundesweit verteilt. Das HumusKlimaNetz ist ein Modell- und Demonstrationsvorhaben zum Humusaufbau in Ackerböden. Bis zunächst Ende 2027 werden bundesweit auf 150 Betrieben – je zur Hälfte ökologisch und zur Hälfte konventionell wirtschaftend – Maßnahmen zum Humusaufbau und -erhalt als Beitrag zum Klimaschutz erprobt und in die Breite getragen. Mehr siehe https://humus-klima-netz.de/
Die Gesamtkoordination für das Vorhaben verantworten der Deutsche Bauernverband und der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft gemeinsam. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch das Thünen-Institut. Das HumusKlimaNetz wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert.
Feldtag-Termine für diesen Herbst finden sich unter: https://humus-klima-netz.de/veranstaltungen/
Viele Berichte und Neuigkeiten zu den Vorhaben und Betrieben stehen unter: https://humus-klima-netz.de/nachrichten/
06.09.2024
DLG-Podcast zur Zukunft Öko-Landwirtschaft – Thema Gemüse und Hackfrüchte Öko-Landbau
(DBV) Ein aktueller DLG-Podcast informiert unter dem Titel „Biogemüse und Hackfrüchte – da ist Platz für mehr“ zu den Marktchancen und zur Technologieentwicklung im Öko-Feldgemüsebau und bei den Hackfrüchten. Die niedrigen Selbstversorgungsgrade bieten den heimischen Betrieben grundsätzlich Chancen. Mindestlohn und Margendruck stehen dem aber entgegen. Bewässerung und der Einsatz von Farmdroiden werden im Teil 2 des Podcasts beleuchtet
Gesprächspartner sind Sabine Kromwijk, Consun Beet Company, Anklam, Dr. Axel Böhme GF des Biohof Schöneiche im Spreewald und Stefan Rother, Unternehmensberater Puregoodfood, Bremen, zuvor langjährig tätig für FRoSTA; er war dort u.a. für den Aufbau der Öko-Verarbeitung zuständig. Mehr unter: https://www.dlg-mitteilungen.de/media/podcast/biogemuese-und-hackfruechte-da-ist-platz-fuer-mehr
06.09.2024
Bio-Getreide: Nachfrage ist noch ruhig Öko-Landbau
(DBV/AMI) Die Bio-Getreideernte ist in den meisten Landesteilen abgeschlossen. Nun laufen die Analysen und anschließenden Sortierungen der Partien auf Hochtouren. Die Ernte zeigt deutlich bessere Back- bzw. Speisefähigkeiten als im letzten Jahr. Allerdings muss aber auch dieses Jahr wieder gesagt werden, dass sich je nach Region, Betrieb und Standort sehr unterschiedliche Erntemengen und Qualitäten herauskristallisieren. Marktbeteiligte müssen sich in Folge auf einen Mix von qualitativ guten, schlechten und durchschnittlichen Partien einstellen. Derzeit steht mehr die Aufteilung nach Speise- und Futtergetreide im Vordergrund als die Vermarktung. Dementsprechend ruhig ist das Neugeschäft.

06.09.2024
Bio-Kartoffeln fallen kleiner aus Öko-Landbau
(DBV/AMI) Seit Ende August haben die Bio-Landwirte mit der Haupternte der Kartoffeln begonnen. Das ist gut zwei Wochen früher als in anderen Jahren. In diesem Jahr konnte in vielen Regionen früher mit dem Roden begonnen werden, da die Bestände zügiger abgereift sind. Jedoch haben die Witterungsbedingungen, insbesondere die vielen Niederschläge und milden Temperaturen im Sommer, zu kleineren Ernten geführt. Der ungewöhnlich frühe Krautfäuledruck hat die Bestände geschwächt. Ein hoher Anteil kleiner Kartoffeln sind die Folge.
06.09.2024
Hohe Nachfrage nach Bio-Schweine bei knappem Angebot lässt Preise weiter steigen Öko-Landbau
(DBV/AMI) Die Bio-Schweinepreise sind im Juli 2024 im Durchschnitt nur noch leicht gestiegen. Allerdings werden die Preisspreizungen immer größer. Verarbeiter mit zu wenig vertraglich gebundenen Tieren müssen für die wenigen noch frei verfügbaren Tiere tief in die Tasche greifen. Einige große Unternehmen können sich das leisten und sichern sich so auch für die Zukunft die Listungen in den Ketten. Preise bis zu 4,76 EUR/kg SG werden teilweise für pauschal abgerechnete Tiere aufgerufen. Es gibt auch Akteure in der Branche, welche die 5 EUR/kg SG nicht mehr weit entfernt sehen.
06.09.2024
Bio-Milchpreise steigen auch im Juli leicht Öko-Landbau
(DBV/AMI) Im Juli 2024 sind die Erzeugerpreise für Bio-Milch ein weiteres Mal leicht gestiegen. Die Situation am Bio-Milchmarkt ist aktuell relativ ausgeglichen. Die Nachfrage der privaten Haushalte nach Bio-Molkereiprodukten hat sich im Vergleich zu den Vorjahren erholt. Gleichzeitig bewegten sich die Bio-Milchmengen weiter über dem Vorjahresniveau, wenngleich die Wachstumsraten nicht mehr so stark ausgeprägt waren wie in den Jahren zuvor.