Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

12.12.2022
Geflügelpest in Reeßum nachgewiesen

In der Gemeinde Reeßum im Landkreis Rotenburg ist am letzten Donnerstag in einem Betrieb der Ausbruch der Geflügelpest (Aviäre Influenza) amtlich festgestellt worden. Rund um den Ausbruchsbetrieb wurden Restriktionszonen festgelegt, teilt der Landkreis mit. Von der Zehn-Kilometer-Überwachungszone ist auch der Landkreis Verden betroffen.

Weitere Infos erhaltet ihr für den Landkreis Rotenburg „HIER“ und für den Landkreis Verden „HIER“.

06.12.2022
Reaktion auf 3 nach 9

Beitrag bei buten un binnen

RadioBremen hat auf die Verunglimpfungen gegen die Landwirtschaft in der Sendung 3 nach 9 reagiert: Am Freitag gab es einen ausführlichen Beitrag zum Thema Kälber in dem Regionalmagazin. Auch Landwirtinnen aus unserem Verbandsgebiet kamen zu Wort und konnten aufzeigen, wie die landwirtschaftliche Praxis wirklich aussieht. Vielen Dank an dieser Stelle an alle Landwirtinnen, die sich für eine Richtigstellung an den Sender gewandt haben. Dieser Aufschrei hat dazu geführt, dass es eine entsprechende #Richtigstellung gab.

Hier der Link zum Video ( Der Beitrag beginnt bei Min 13:20):

https://www.butenunbinnen.de/videos/butenunbinnen-5806.html

01.12.2022
Weihnachtsstimmung auf dem Bauernhof

Landwirtin liest besinnliche Geschichte für Kinder

Kerzen, Kekse und Gemütlichkeit: Der Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden e. V. möchte die Weihnachtsstimmung auf die landwirtschaftlichen Betriebe holen und haben dafür Familie Bassen aus Scheeßel sowie Familie Meier aus Deelsen mit ins Boot geholt.

Wir laden Familien mit Kindern im Grundschulalter zu einer weihnachtlichen Hofgeschichte ein. Landwirtin Sabine Bassen sowie Landwirtin Anja Meier lesen jeweils eine besinnliche Geschichte vor, der Kinder auf gemütlichen Strohballen sitzend lauschen können (Bitte warme Kleidung anziehen). Die Vorlesegeschichte ist für circa 20 Minuten angesetzt. Für ein paar süße Leckereien ist gesorgt, Getränke können vor Ort gekauft werden. (Bitte keine eigenen Getränke mitbringen). Auch der Weihnachtsmann hat sich für die Veranstaltung bei Familie Bassen angekündigt. Er möchte gern kleine Schokoweihnachtsmänner verteilen – solange der Vorrat reicht.

Weihnachtliche Hofgeschichte Scheeßel Wann: 11.12.22 von 16:00-17:00 Uhr Wo: Familie Bassen, Finteler Weg 2, 27383 Scheeßel (ohne Anmeldung)

Weihnachtliche Hofgeschichte Kirchlinteln Wann: 17.12.22 ab 16:30 Uhr Wo: Familie Meier, Brammer Weg 3, 27308 Kirchlinteln Anmeldung: sievers@landvolk-row-ver.de

29.11.2022
3 nach 9

Landvolk übt Kritik an fehlenden journalistischen Standards

Kritik an fehlenden journalistischen Standards

Viele Landwirt*innen lässt der Auftritt von Hannes Jaenicke bei 3nach9 wütend zurück. Auch wir als Interessenvertretung sind mehr als verwundert über die fehlenden journalistischen Standards der Sendung.

Hannes Jaenicke darf in der Talkshow-Runde sein neuestes Buch bewerben und es fallen Sätze wie:

„Milchkühe sind das gequälteste Produkt unseres Hungers!“

„Wenn es nicht explizit Bio- oder Heumilch ist, ist es (die Milch) kein gesundes Produkt.“

„Kühe sind stehende Milchtanksäulen auf vier dünnen Beinen, meistens krank, ständig medikamentös behandelt.“

Sowohl der Bremische Landwirtschaftsverband als auch unser Vorstand stehen mit der beteiligten Redaktion in persönlichen Kontakt!

Denn den Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, umfassend und ausgewogen zu berichten, hat die Sendung verfehlt. Die Moderatorin übernimmt unreflektiert die Behauptungen des Buchautors, ohne einmal kritisch nachzufragen oder einzuordnen.

Da jede Meinung zählt, raten wir auch unseren Mitgliedern dazu, das öffentliche Beschwerdeformular zur Sendung online auszufüllen unter:

https://www.radiobremen.de/programm/3nach9/drei-nach-neun-feedback-100.html

29.11.2022
Winterveranstaltung in Oyten-Bassen

Landwirt*innen treffen sich im Gasthaus Segelken

Am 28.22.22 fand die Winterveranstaltung im Gasthaus Segelken für die Bereiche Oyten, Achim, Langwedel, Ottersberg, Fischerhude und Posthausen statt. Circa 50 Landwirt*innen fanden sich gemeinsam mit Vertretern des Landvolk-Kreisverbandes im Saal ein. Christian Intemann und Andre Mahnken vom Vorstand sowie Geschäftsführer Alexander Kasten berichteten über die Herausforderungen in 2022. Thomas Bassen aus der Buchstelle informierte über steuerliche Veränderungen. Auch Gert Kracke von der Landwirtschaftskammer sowie Inis Graue vom Veterinäramt Verden waren für einige Worte zugegen. Abschließend referierte Imker Heinrich Kersten von den Bienenfreunden Verden über die gemeinsamen Artenschutz-Projekte auf Verdener Feldern.

28.11.2022
Winterveranstaltung des Landwirtschaftlichen Vereins Scheeßel

DBV- Vizepräsidentin als Gastreferentin vor Ort

Zur Winterveranstaltung des Landwirtschaftlichen Vereins Scheeßel hat in diesem Jahr eine besondere Gastreferentin ihren Weg in den „Scheeßeler Hof“ gefunden: Susanne Schulze Bockeloh, die seit Oktober als erste Frau in ihrer Funktion als Vizepräsidentin den Deutschen Bauernverband (DBV) verstärkt, hielt einen Vortrag zum Konzept des Zukunftsbauern. Das Zielanliegen des Zukunftsbauern ist es ein Zukunftsbild der deutschen Landwirtschaft zu entwerfen, welches von der Gesellschaft akzeptiert wird und zugleich den Bäuerinnen und Bauern eine wirtschaftliche Perspektive bietet. „Märkte, Preise und Warenströme sind im Umbruch, der Angriffskrieg auf die Ukraine fordert ein Umdenken. Dennoch müssen auch die bisherigen Herausforderungen beim Schutz von Umwelt, Klima und Artenvielfalt weiterhin vorangebracht werden.“, erklärte Schulze Bockeloh. Die DBV-Vizepräsidentin betonte hierbei, dass die Landwirt*innen die Zukunft aktiv mitgestalten möchten und sich der Herausforderung der Veränderung mutig stellen. Das Konzept des Zukunftsbauern löste unter den Mitgliedern des Landwirtschaftlichen Vereins Scheeßel eine rege Diskussion aus, bei der eines erneut deutlich wurde, um die Zukunft aktiv gestalten zu können benötigt es jetzt dringend sichere und vor allem zuverlässige Rahmenbedingungen von der Politik!

Aktiver Teil der landwirtschaftlichen Zukunft möchten auch Julia Winkelmann und Jan-Philipp Thom sein, die für ihren Meistertitel geehrt wurden. Ebenso wie Jana Röhrs, Ajen Heitmann, Torven Lüdemann und Hajo Hentrich, die eine Ehrung für die erfolgreiche Teilnahme an der zweijährigen Fachschule erhielten und sich nun staatlich geprüfte Betriebswirt*innen nennen dürfen. Eine weitere Ehrung erhielt zudem Wolfgang Wichern für seine 12-jährige Vorstandsarbeit im landwirtschaftlichen Verein als stellverstretender Vorsitzender. Als neuer stellverstretender Vorsitzender wurde einstimmig Hinrich Meinke gewählt. Hilmer Vajen bleibt durch seine einstimmige Wiederwahl Vorsitzender des Vereins.

28.11.2022
Rund 1500 Teilnehmer bei Kundgebung in Goslar

Mit einer Menschenkette durch die Innenstadt und rund 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Kundgebung haben die Landvolkverbände Braunschweiger Land und Landvolk Niedersachsen in Goslar auf die aktuellen Probleme in der Landwirtschaft aufmerksam gemacht. „Mit der Resonanz bin ich sehr zufrieden. Die Landwirtinnen und Landwirte halten zusammen“, sagte Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies in seinem Fazit zur Protestaktion. Die Berufskollegen waren aus allen Regionen Niedersachsens angereist, um anlässlich der 99. Umweltministerkonferenz ein klares Zeichen gegen bestehende oder drohende Auflagen aus Berlin und Brüssel zu setzen. Auch aus dem Kreisverband Rotenburg-Verden haben sich Landwirte auf den Weg nach Goslar gemacht, um für sich für die Belange der Landwirtschaft stark zu machen.

Ulrich Löhr, Vorsitzender des Landvolks Brauschweiger Land und Landvolk-Vizepräsident, forderte „Berechenbarkeit“ von der Politik. Vertreterinnen und Vertreter befreundeter Landesbauernverbände erinnerten an die Probleme beim Wolfsmanagement und die Nöte der Weidetierhalter, erläuterten die Folgen einer überzogenen Reduktion von Pflanzenschutzmitteln und der Moorschutzstrategie. Vielfach betont wurde die mangelnde Sicherung der Nahrungsmittelproduktion.

Lars Ruschmeyer, Sprecher des Agrarausschusses der Landjugend Niedersachsen, betonte die Bereitschaft zu Veränderungen. „Gerade wir jungen Landwirte wollen die Transformation der Landwirtschaft mittragen. Aber Kosten und Nutzen als Folgen politischer Entscheidungen müssen stimmen. Das ist nicht mehr der Fall, und macht uns den schönen Beruf des Landwirts kaputt“, sagte Ruschmeyer unter starkem Applaus der Kundgebungsteilnehmer. Auch die Landfrauen sicherten Unterstützung bei anstehenden Veränderungen zu unter dem Motto: „Wir können das!“

Niedersachsens neuer Umweltminister Christian Meyer stellte sich mit weiteren Politikern den Landwirtinnen und Landwirten auf dem Kundgebungsplatz und nahm das beklebte „Maßnahmenpaket“ als Retoure entgegen. „Wir sollten viel miteinander reden“, sagte Meyer. Und: „Kooperation statt Verbote ist immer besser.“

Landvolkpräsident Hennies, der auch Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes ist, kritisierte abschließend die im „EU-Extensivierungspaket“ versteckten drohenden „Totalverbote“ von Pflanzenschutzmitteln in bestimmten Gebieten und bemängelte überzogenes Ordnungsrecht. Hennies forderte unter lautem Zuspruch der Berufskollegen im Beisein mehrerer deutscher Umweltminister auf der Bühne auf dem Jacobikirchhof in Goslar: „Schicken Sie ein besseres Paket nach Brüssel!“

23.11.2022
GAP 2023

Digitale Informationsveranstaltung

Die neue GAP startet nach zwei Übergangsjahren zum 01.01.2023. Doch welche Vorgaben bringen die Verordnungen mit sich und wie sind die ökonomischen Auswirkungen? Diese und weitere Fragen beantwortet Dr. Wilfried Steffens vom Landesbauernverband in seinem digitalen Vortrag „Gemeinsame Agrarpolitik 2023 – Was ist alles im Jahr 2023 zu beachten?“.

Zu der digitalen Informationsveranstaltung am 7.12.22 um 19:00 Uhr laden wir unsere Mitglieder herzlich ein.

Eine Anmeldung ist erforderlich bis zum 6.12.22 um 12:00 Uhr via Mail an homann@landvolk-row-ver.de, um den Link mit den Einwahldaten zu erhalten.

Die Veranstaltung wird ausgerichtet vom Landvolk-Kreisverband Bremervörde-Zeven und wird über Zoom stattfinden.

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung.

22.11.2022
Netzwerktreffen

NEUA e. V. informiert über Bildungsarbeit

Ende November fand das Netzwerktreffen von NEUA e. V. auf dem Hof von Familie Bassen in Scheeßel statt. Christine Tewes informierte die Anwesenden über die Bildungsarbeit des gemeinnützigen Vereins NEUA, der sich zum Ziel gesetzt hat, jungen Menschen die Herstellungs- und Verarbeitungsprozesse von regional hergestellten Lebensmitteln näher zu bringen. Es gibt dafür zwei Aktionstage: Beim Hoftag lernen die Kinder und Jugendlichen den Ablauf auf einem landwirtschaftlichen Betrieb kennen. Beim Kochtag kommen LandFrauen in die Kita oder Schule, um gemeinsam leckere Gerichte aus Lebensmittel aus der #Region herzustellen. Anwesend waren neben Akteur*innen des NEUA-Vereins auch Frau Feindt von der Volksbank Wümme-Wieste, Herr Riebesehl von der Sparkasse Scheeßel sowie Herr Schütz vom Landkreis Rotenburg und Hilmer Vajen vom Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden e. V.

21.11.2022
Grundschüler*innen erkunden Milchhof

NEUA e.V. organisiert Hofbesuche

Auch im November fanden wieder einige Hofbesuche über den Förderverein NEUA e.V. von Landvolk und Landfrauen statt. So besucht u.a. die Klasse 2b der Grundschule Etelsen den Milchviehbetrieb der Familie Meier in Deelsen. In zwei Gruppen führen Anja und Mareike Meier die insgesamt 21 Kinder über den Hof. Für die erste Gruppe startet der Hofrundgang im Kälberstall: „Riecht ein bisschen streng hier“, so der erste Eindruck eines Zweitklässlers. „Da hast du Recht, bei den Jüngsten ist der Geruch am strengsten“, bestätigt Anja Meier mit einem wissenden Lachen. Und jung sind die Kälbchen wahrhaftig, das Jüngste erst vier Tage alt. Trotzdem ist es bereits fast so groß wie die Schüler*innen, weshalb trotz einiger entzückter Ausrufe vorerst ein zögerliches Beschnuppern auf beiden Seiten herrscht. Dies dauert jedoch nicht lange an und Kinder und Kälber geben ihrer Neugier nach und kommen sich näher. Während es für die Kälber ausgiebige Streicheleinheiten gibt, erhalten die Schüler*innen neues Wissen. So zum Beispiel, dass ein Kalb bei der Geburt zwischen 35 bis 40 Kilo wiegt und bei der Geburt bereits Zähne besitzt.

Neben den Einzelboxen der jüngsten Kälbchen befindet sich ein Strohstall für die etwas älteren Kälber. „Das ist quasi unser Kindergarten“, erklärt Anja Meier. „Im Gegensatz zu den ganz kleinen Kälbern, die nur mit Milch gefüttert werden, erhalten diese hier bereits festes Futter“, fährt die Landwirtin fort. Dieses Futter unterscheidet sich gar nicht so sehr von unserem Müsli. Enthalten ist nämlich auch plattgedrücktes Getreide und getrockneter Mais – das Ganze sogar Gentechnikfrei. Da dürfen auch die Kinder getrost probieren. Das Fazit: „Oh, das schmeckt ja gut!“ „Die Kälber und Kühe bekommen nichts zu fressen was für den Menschen schädlich ist. Schließlich trinken wir später ihre Milch oder essen ihr Fleisch“, erläutert Anja Meier.

Von den Kälbern geht es nun zu den trächtigen Kühen. In diesem Stallbereich ist es kühler, denn Kühe mögen es grundsätzlich ehr kalt. „Minus 10 bis plus 15 Grad beträgt die Wohlfühltemperatur“, weiß Anja Meier. Nach einem kurzen Fußweg führt der Weg die Schulklasse zu weiteren Offenställen, in welchen die Kälber und jungen Kühe nach Altersstufen in Gruppen geteilt sind. Sind die Kühe alt genug, findet eine künstliche Besamung statt und nach 9 Monaten wird das Kalb geboren. Erst jetzt kann die Landwirtin Milch gewinnen und diese verkaufen. Den Melkprozess können die Schüler*innen auf dem Hof nun selbst einmal mit verfolgen und somit einen ganz neuen Bezug zu dem Produkt erlangen, welches täglich in ihrem Müsli oder der morgendlichen Tasse Kakao landet.

Aktuelles aus dem Landesverband

29.01.2025
EU-Agrarminister: Deutschland reagierte konsequent
Schwein

(AgE) Deutschland wurde von den EU-Agrarministern im EU-Rat am 27. Januar für seinen konsequenten Umgang mit der Maul- und Klauenseuche (MKS) gelobt. Besonders hervorgehoben wurde das schnelle Handeln der deutschen Behörden. Gleichzeitig forderten die Minister eine rasche Identifizierung der Infektionsquelle. Bundesagrarminister Özdemir begrüßte die EU-weite Solidarität, kritisierte jedoch Ungarn für einseitige Handelsrestriktionen gegen Deutschland. Er forderte die EU-Kommission auf, dieses Vorgehen klar zu verurteilen. EU-Agrarkommissar Christophe Hansen betonte ebenfalls die Dringlichkeit, die Virusquelle zu finden und forderte ein koordiniertes EU-Vorgehen. Italien sprach sich dafür aus, wirtschaftliche Schäden durch Tierseuchen mit EU-Mitteln abzufedern.

27.01.2025
Geflügelpest in der Grafschaft Bentheim – Schutzmaßnahmen eingeleitet
Geflügel

(LK Grafschaft Bentheim, 24.01.2025) In einem Legehennenbetrieb in der Gemeinde Hoogstede in der Niedergrafschaft ist die hochansteckende Geflügelpest vom Subtyp H5N1 ausgebrochen. Der Betrieb mit rund 30.000 Tieren wurde geräumt.

Zur Bekämpfung der hochansteckenden Virus-Infektion wurden rund um den Ausbruchsbetrieb eine Schutzzone mit einem Radius von drei Kilometern sowie eine Überwachungszone mit einem Radius von zehn Kilometern eingerichtet. Eine tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung ist im Amtsblatt des Landkreises Grafschaft Bentheim eingestellt und trat am Samstag, 25. Januar 2025, in Kraft.

Rund 2,3 Millionen Tiere und über 300 Betriebe sind von Maßnahmen in Restriktionszonen betroffen. Innerhalb der beiden Zonen gelten strenge Seuchenbekämpfungsmaßnahmen, um einer Verbreitung des Virus und damit verbundenen wirtschaftlichen Schäden vorzubeugen. So ist u.a. die Teilausstallung von Geflügel in beiden Zonen untersagt. In der Schutzzone und der Überwachungszone ist zudem jeglicher Transport von lebendem Geflügel, Eiern und weiteren Erzeugnissen verboten. Weiterhin wurde die Aufstallung des Geflügels (Hühner, Truthühner, Perlhühner, Enten, Gänse, Wachteln, Fasane, Rebhühner oder Laufvögel) in den beiden Restriktionszonen verfügt. Die besondere Beachtung von umfangreichen Desinfektions- und Hygienemaßnahmen wurde ebenfalls angeordnet. Geflügelhalterinnen und -halter sind aufgefordert, die Biosicherheitsmaßnahmen auf den Betrieben unbedingt einzuhalten. Wer Auffälligkeiten bemerkt – beispielsweise eine verminderte Futter- und Wasseraufnahme der Tiere, vermehrte Todesfälle im Tierbestand oder andere klinische Symptome – sollte umgehend das Veterinäramt des Landkreises informieren.

Die vollständige Pressemitteilung des Landkreises Grafschaft Bentheim finden Sie unter Fall von Geflügelpest in der Grafschaft Bentheim bestätigt – Schutzmaßnahmen eingeleitet – Landkreis Grafschaft Bentheim.

24.01.2025
Rukwied zur Eröffnung der Grünen Woche 2025
Geflügel

(DBV) In seiner Rede zur Eröffnung der Grünen Woche 2025 betonte der DBV-Präsident Joachim Rukwied die Bedeutung einer starken heimischen Landwirtschaft und forderte: „Was es jetzt braucht, ist ein echter Politikwechsel und ein grundsätzlicher Neustart! Insbesondere angesichts der enormen wirtschaftlichen Belastungen und Unsicherheiten erwarten wir eine Regierungspolitik, die von Pragmatismus geprägt ist, den Praktikern zuhört und langfristige Planungssicherheit bietet“. Dazu müsse man raus aus dem ständigen Krisenmodus und an den großen Stellschrauben drehen, um die Zukunft positiv gestalten zu können, appelliert Rukwied.

Politik solle klare, nachvollziehbare Entscheidungen treffen, die von der Mehrheit getragen werden. Den Landwirten komme laut Rukwied gerade in diesen unsicheren Zeiten eine entscheidende Rolle zu. „Ernährungssicherheit ist keine Selbstverständlichkeit und gleichzeitig ist sie ein Garant für politische und gesellschaftliche Stabilität. Auch deshalb müssen wir eine sichere Versorgung mit heimischen Lebensmitteln aufrechterhalten und dürfen uns nicht von Importen aus dem Ausland abhängig machen. Hierfür braucht es dringend ein Programm zur Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit im europäischen Markt und endlich einen wirksamen Bürokratieabbau für unsere Betriebe“, fordert der DBV-Präsident. Auch im Klima- und Naturschutz seien Landwirte engagiert. Die Grüne Woche stehe unter dem Motto: „Klima schützen, Artenvielfalt erhalten, Ernährung sichern“. Entscheidend seien realistische politische Rahmenbedingungen, statt Überregulierung, so Rukwied.

24.01.2025
Zehn Jahre Initiative Tierwohl
Geflügel

Die Initiative Tierwohl (ITW) feierte am 20. Januar in Berlin ihr 10-jähriges Jubiläum. Gegründet als gemeinschaftliches Projekt der deutschen Lebensmittelbranche, verfolgt die ITW seitdem das Ziel, das Tierwohl sowohl in landwirtschaftlichen Betrieben als auch bei den Verbrauchern stärker zu verankern. In den vergangenen 10 Jahren hat sich die Anzahl der teilnehmenden Betriebe erheblich vergrößert, während gleichzeitig die Anforderungen an bessere Tierhaltungsstandards kontinuierlich weiterentwickelt wurden. Heute zählen rund 14.000 Betriebe zu den Teilnehmern, und die Initiative deckt 90 % des Geflügelmarktes sowie 60 % des Schweinemarktes ab. Auch den meisten Verbrauchern ist die ITW ein Begriff. Laut einer aktuellen forsa-Umfrage haben 71% der Deutschen schon einmal von der Initiative Tierwohl gehört oder gelesen. Gleichzeitig bewerten 85% der Befragten die ITW positiv und sind von ihrem Konzept überzeugt.

24.01.2025
Rindermarkt: Handel mit Kälbern stark eingeschränkt
Milch und Rind

(AMI) Das Geschehen am Markt für schwarzbunte Nutzkälber wurde in der Vorwoche erneut vom Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) bestimmt. Vielerorts war kaum Handel möglich, unter anderem weil die Niederlande weiterhin keine Nutzkälber aus Deutschland aufnehmen.Die Preisentwicklung war insgesamt etwas uneinheitlich, wegen des ruhigen Handels in den meisten Regionen jedoch schwächer. Da aus zahlreichen Gebieten keine Meldung erfolgte, weil gar nicht oder nur sehr wenig gehandelt wurde, sind die ermittelten Durchschnittspreise nur eingeschränkt mit üblichen Wochen vergleichbar. Marktbeteiligte hoffen in dieser Woche auf ein Ende des Lieferstopps in die Niederlande. Aufgrund der schwierigen Vermarktung der Tiere wird zunächst von weiter sinkenden Erlösen ausgegangen.

Auch der Handel mit Fleckviehkälbern ist durch die MKS beeinträchtigt. Häufig wurde von einer erschwerten Vermarktung berichtet, wobei sich die Preise knapp behaupten konnten. Am Markt herrscht weiter Verunsicherung vor, erwartet werden daher erneut behauptete bis schwächere Preise.

24.01.2025
Geringes Kaufinteresse drückt EU-Weizenkurse
Pflanzen

Die Pariser Weizenkurse tendieren aufgrund großer Exportkonkurrenz bei einer global geringen Nachfrage schwächer. Zudem stehen die US-Zollpläne im Fokus der Marktteilnehmer.

(AMI) An der Pariser Börse geht es für die Weizennotierungen auf Wochensicht etwas aufwärts. Am 22.01.2025 schloss der Fronttermin März 25 bei 230 EUR/t, damit immerhin 1,75 EUR/t über Vorwoche. Zwischenzeitlich fiel der Kontrakt mit 226 EUR/t allerdings auf ein 6-Wochentief. Folgetermine können auf Wochensicht hingegen um bis 3,25 EUR/t zulegen.
Die Dominanz Russlands und der Ukraine am Exportmarkt bleibt groß. Die Getreideausfuhren der Ukraine laufen trotz des Krieges flott. Bis zum 22.01.2025 waren es in der laufenden Saison 10,4 Mio. t Weizen, 2,03 Mio. t Gerste und 11,6 Mio. t Mais. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum waren das 20 und 60 % mehr bzw. 3 % weniger. Insgesamt wurde mit 24,5 Mio. t ein Zehntel mehr ausgeführt als 2023/24.
In Russland gilt seit Mitte Dezember 24 eine Exportquote, Ausfuhrsteuern und Mindestpreise, was den Warenfluss allerdings weniger bremste als von der Exportkonkurrenz erhofft. Erst jetzt verlieren die Weizenausfuhren an Fahrt, gebremst von der Konkurrenzfähigkeit der Offerten aus Argentinien und Australien. Die russischen Exporte von Weizen, Gerste und Mais im Januar 25 werden auf 2,2 Millionen Tonnen geschätzt. Das ist der niedrigste Stand für diesen Monat seit Januar 22, teilte die landwirtschaftliche Beratungsfirma Sovecon mit.
Die Nachfrage auf internationaler Ebene ist momentan sehr dünn. Zu Wochenbeginn kaufte Jordanien rund 60.000 t Weizen, der voraussichtlich ausschließlich mit Weizen aus Rumänien stammt. Die Nachfrage aus Ägypten ist seit einiger Zeit gering, jüngst wurde aber Interesse an russischem Weizen geäußert. Unterdessen stornierte China nach Angaben von Marktteilnehmern Weizenlieferungen aus Australien. So kommen diese Partien wieder an den Markt und treten zusätzlich in Konkurrenz mit EU-Weizen. Die üppige Konkurrenz sowohl aus der Schwarzmeerregion als auch der südlichen Hemisphäre bei einer ohnehin geringen Importnachfrage übt trotz der kleinen EU-Weizenernte Druck auf die Kurse aus.
Im laufenden Wirtschaftsjahr bis zum 19.01.2025 exportierte die EU 11,74 Mio. t Weichweizen, gegenüber 18,5 Mio. t zum Vorjahrespunkt. Nigeria, Marokko und Algerien gehören zwar wie auch im Vorjahr zu den Top 5 der wichtigsten Empfängerländern. Während in Richtung der drei Länder in diesem Jahr erst knapp 3,89 Mio. t verschifft wurden, waren es zum Vorjahreszeitpunkt bereits 5,64 Mio. t.
Die Erleichterung darüber, dass der neue US-Präsident nach Amtseintritt keine sofortigen Handelssanktionen gegen die EU anordnete, bot den Weizenkursen an der Euronext immerhin etwas Unterstützung.

24.01.2025
Preisvorstellungen bei deutschem Brotgetreide driften auseinander
Pflanzen

Nach der Schwäche kommen springende Weizenkurse, die zwar das Interesse der Marktteilnehmer nicht bremsen, wohl aber die Verhandlungen, weil die Preisvorstellungen nicht passen.

(AMI) Paris schloss am 22.01.25 mit 230 EUR/t auf dem Fronttermin; kam von 234 EUR/t am 13.01.25, rutschte zwischenzeitlich auf 226 EUR/t und liegt nun immerhin 1,75 EUR/t über Vorwochenlinie. Erzeuger, denen ihre Lagervorräte unter den Nägeln brennen, verfolgen zeitnah die Kursbewegungen und versuchen Kursspitzen zum Verkauf zu nutzen, treffen dann allerdings auf Käufer, die in diesem Moment gerade nicht kaufen wollen. Und so rettet sich der Brotgetreidemarkt von einem Tag zum anderen ohne nennenswerte Umsätze. Etwas läuft immer etwas, vorrangig Liefertermine ab März 25, auch wenn einige Anbieter ihre Lager lieber heute als morgen geleert hätten. Erfassungshandel und Verarbeiter beklagen daher auch, dass auf den späten Lieferterminen kaum noch Offerten aus der Landwirtschaft kommen. Aber da keine Aufgelder für diese späten Termine bewilligt werden, ist die Verkaufszurückhaltung verständlich. Hinsichtlich der kommenden Ernte sind neue Vertragsabschlüsse seltener geworden, was an den schwächeren Geboten liegt. In Ostdeutschland haben Mahlweizen gegenüber Vorwoche im Preis nachgegeben, während Futterweizen allerdings fester tendiert. Erzeuger spekulieren in den kommenden Wochen mit steigenden Preisen, gestützt von weniger Ware aus den typischen Exportregionen bei gleichzeitig geringeren Vorräten in Westeuropa.

Alterntiger Brotweizen hat in der 4. KW ordentlich an Boden verloren und wird im Schnitt mit 205,20 (190-220) EUR/t rund 3,70 EUR/t bewertet. Qualitätsweizen büßt auf 227,60 (210-240) EUR/t rund 3,20 EUR/t ein und Eliteweizen sogar 5,65 auf 247,90 (239-260) EUR/t. Damit kostet Eliteweizen aktuell genau so viel wie in der 4. KW der zurückliegenden fünf Jahre. Qualitätsweizen liegt 2 % darunter, Brotweizen 7 %.

Demgegenüber sind die Preisnachläse für Brotroggen mit knapp 0,70 auf 172,25 (160-190) EUR/t eher marginal. Und auch Braugerste gibt „nur“ um 1,40 auf 220,40 (210-235) EUR/t nach; setzt damit seinen Abwärtstrend allerdings stetig fort. So wenig wurde Erzeugern zuletzt im August 2021 gezahlt. Da Futtergerste in den vergangenen Wochen eine entgegengesetzte Preisentwicklung aufwies, nähern sich beide stetig an, die Differenz sind nur noch 38 EUR/t, genau 100 EUR/t weniger als vor einem Jahr. Und die beiden dürften sich noch weiter annähern, denn während Futtergerste knapp ist und gesucht wird, ist Braugerste reichlich und ohne Nachfrage.

Mit der Feldbestandsentwicklung sind Erzeuger vorerst zufrieden, auch wenn teils die schützende Schneedecke bereits wieder geschmolzen ist, haben sich gleichzeitig auch die Temperaturen erhöht. Sichtbar werden kleinere Frostschäden, bzw. Schäden aufgrund der Dauernässe aber erst, wenn die Vegetation wieder startet.

24.01.2025
Raps: Partien ex Ernte 2025 anhaltend preisfest
Pflanzen

Raps rutscht ab, und das sowohl am Termin- als auch am Kassamarkt. Das betrifft allerdings nur Partien der Ernte 2024, denn Vorkontrakte können sich auf allen Ebenen marginal befestigen.

(AMI) An der Pariser Börse ging es in laufenden Handelswoche abwärts. So schloss der Fronttermin Februar am 21.01.2025 bei 532 EUR/t und damit rund 5,25 EUR/t unter dem Niveau der Vorwoche. Dabei verzeichneten die Notierungen zwischenzeitlich Tagesverluste von bis zu 11 EUR/t. Übers Wochenende ging es jedoch auch wieder marginal aufwärts. Im Fokus standen dabei insbesondere die Entwicklungen der übrigen Ölsaaten. Auf Wochensicht fester tendierten demgegenüber Partien der Ernte 2025. So schloss der August-25-Kontrakt zuletzt bei 490,75 EUR/t und damit marginal über dem Niveau der Vorwoche.

Das Minus an der Pariser Börse zeigt auch auf Großhandelsebene Preiswirkung. Dabei bleiben die Prämien unverändert. So werden Partien franko Hamburg zur Lieferung ab April mit 539 rund 4 EUR/t günstiger angeboten als noch in der Woche zuvor. Franko Niederrhein sind mit 540 EUR/t zur Lieferung ab Februar rund 5 EUR/t weniger möglich. Für Partien der Ernte 2025 sind bis 496 EUR/t im Gespräch, in der Vorwoche wurden noch bis zu 495 EUR/t in Aussicht gestellt.

Auch auf Erzeugerstufe ändern die Preise die Richtung und geben nach. Mit 502,60 EUR/t werden im Bundesdurchschnitt 3,90 EUR/t weniger genannt. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 480-531 EUR/t. Angesichts dessen rückt die Rapsvermarktung vorerst wieder in den Hintergrund. Ohnehin ist der Anteil noch nicht vertraglich gebundener Partien in den Lagern der Erzeuger schwindend gering. Ein anderes Bild zeigt sich indes für Partien der Ernte 2025, denn hier setzen die Forderungen ihre Aufwärtsbewegung weiter fort. Im Mittel werden mit 455,20 (440-500) rund 1,60 EUR/t mehr genannt. Die Winterkulturen präsentieren sich bei dem aktuellen Frost überwiegend in einem guten Zustand. Regional ist die Wassersättigung allerdings sehr hoch. Auf feuchten Standorten kann es daher zu nässebedingten Schäden kommen.

Deutsche Rapsimporte schrumpfen

Der kleineren Ernte zum Trotz reduzierte Deutschland in den ersten fünf Monaten des laufenden Wirtschaftsjahres ihre Rapsimporte. So bezog die Bundesrepublik bislang knapp 2,5 Mio. t Raps und damit gut 14 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Die mit Abstand größte Menge kam dabei aus der Ukraine. Hier konnte mit 1,0 Mio. t rund 23 % mehr Raps am deutschen Markt platziert werden. Litauen konnte seine Liefermengen mehr als verdoppeln und rangiert damit auf Platz 2 der wichtigsten Rapsanbieter für Deutschland. Auch die Importe aus Australien laufen rege. So konnte das Land mit 220.000 t bislang mehr als das doppelte des Vorjahresvolumen liefern. Aus Frankreich kamen demgegenüber, angesichts der kleineren Ernte, rund 9 % weniger. Kanada lieferte bislang lediglich einen Bruchteil der Vorjahresmenge.