Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

15.11.2024
Lagerkostenaufschlag für Speisekartoffeln
Pflanzen

Mit 4,00 EUR/dt Aufschlag werden nun auch in Niedersachsen etwas mehr Lagerkartoffeln mobilisiert. Es gibt vor allem im Norden immer noch einiges direkt vom Feld. Die Nachfrage ist jetzt eher ruhig.

(AMI) Der Heidekartoffelverbund hat diese Woche offiziell einen Aufschlag für Speisekartoffeln notiert, die aus dem Lager kommen. Sowohl festkochende als auch vorwiegend festkochende Sorten sollen nun in Niedersachsen ab Hof 24,00 EUR/dt kosten. Damit ist die Spanne der Preise sehr weit geworden. Es werden nämlich immer noch Partien vom Feld oder aus Mieten angeliefert, für die je nach Qualität auch nur 16,00 EUR/dt gezahlt werden. Bis alle Kartoffeln auf einem höheren Preisniveau gehandelt werden, wird es wohl noch einige Zeit dauern, zumal die Vorräte in Mieten und Provisorien dieses Jahr deutlich größer sind.
Auch in anderen Regionen zahlen Vermarkter etwas höhere Preise für trockene Lagerkartoffeln, was deren Angebot durch die Erzeuger leicht verbessert hat. Angebot und Nachfrage sind wieder ausgeglichen.
Nachfrageseits wird allgemein von einem novembertypisch ruhigen Binnenmarkt berichtet. Es gibt eher vereinzelte Werbeaktionen – die aber gut angenommen werden – und auch bei Exporten gibt es keine weitere Belebung. Ein etwas größerer Warenfluss von Nord- nach Süddeutschland hält an.

15.11.2024
Regionaler Marktkommentar
Pflanzen

Unabhängig vom negativen Trend an den Terminmärkten konnten sich die Erzeugerpreise am niedersächsischen Getreidemarkt weitestgehend stabil halten. Vereinzelt schlug die negative Tendenz jedoch auch schon bis auf den Kassamarkt durch. Sollten die international negativen Vorzeichen anhalten, so ist auch am hiesigen Markt damit zu rechnen, dass die Preise in den kommenden Tagen und Wochen nachgeben. Im Bundesschnitt war in dieser Woche für B-Weizen ein Erzeugerpreis von rund 195 EUR/t möglich. Ab Hof notierten die Genossenschaften für Niedersachsen im Durchschnitt 204 EUR/t. Ware wechselt währenddessen weiter nur wenig die Hand. Bei einer etwas belebten Nachfrage der Futtermischer hofft man auf Erzeugerseite meist auf bessere Preise im Frühjahr.
Am Rapsmarkt geht es unterdessen weiter aufwärts mit den Preisen. Die 500-Euro-Marke ist daher in Niedersachsen auch im Schnitt gerissen worden (ab Hof 495 – 525 EUR/t). Marktteilnehmer berichten, dass die weltweit hohe Sojanachfrage und eine steigende Pflanzenölnachfrage Gründe für die Preisrallye sind. Mit weiter steigenden Preisen erhöht sich auch der Umsatz mehr und mehr. Für das kommende Jahr werden außerdem einzelne Kontrakte geschlossen.
Bei den Kartoffeln konnte sich in dieser Woche ein Lageraufschlag von 4 Euro der Heideregion durchsetzen. Abhängig von der Qualität werden 24 EUR/dt für festkochende und vorwiegend festkochende Knollen gezahlt.

15.11.2024
Hähnchenfleisch bleibt gefragt
Geflügel

(AMI) Für 2025 wird ein Anstieg der weltweiten Hähnchenfleischproduktion um fast 2 % auf 104,9 Mio. t erwartet. Die laufende Hähnchenfleischproduktion wird zügig abverkauft, der Aufbau von Frostbeständen gestaltet sich aber teils schwierig. Nach einer Preisstagnation Anfang November sind die Preise für ganze Hähnchen, Brust- und Schenkelfleisch nun gestiegen.

15.11.2024
Bericht zur HPAI-Lage in Deutschland und Europa
Geflügel

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat seinen neuesten Bericht zur Hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI) veröffentlicht. Besonders betroffen sind derzeit Geflügel- und Wildvogelpopulationen, wobei weiterhin ein hohes Eintrags- und Ausbreitungsrisiko für Deutschland und Europa besteht. Im Oktober 2024 wurden in Deutschland zwei HPAIV H5N1-Ausbrüche bei Geflügel in Bayern registriert. Zusätzlich gab es einen HPAIV H5N1-Ausbruch bei gehaltenen Vögeln (einem Pelikan) in Mecklenburg-Vorpommern. Insgesamt meldeten Behörden im Oktober 34 infizierte Wildvögel. Das Risiko eines Eintrags und der Ausbreitung in Wasservogelpopulationen sowie durch Kontakte zwischen Wild- und Hausvögeln wird weiterhin als hoch eingeschätzt. In Nord- und Mitteldeutschland zeigt das „Bird Flu Radar“ der EFSA ein erhöhtes Eintragsrisiko an. Die Ausbreitung von HPAI H5N1 nahm europaweit zu. So wurden im Oktober 94 Ausbrüche bei Geflügel und 25 bei gehaltenen Vögeln gemeldet. Besonders betroffen war der Südosten Europas. Außerdem stieg die Anzahl der Fälle bei Wildvögeln, vor allem in Osteuropa, auf 60. Weitere HPAI H5N5-Fälle bei nordischen Küstenvögeln wurden auf den Färöer-Inseln, in Island, dem Vereinigten Königreich, Norwegen und Belgien, nachgewiesen. Zum Schutz vor der Aviären Influenza ist eine konsequente Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen notwendig. Die frühzeitige Erkennung der Geflügelpest bleibt die effektivste Präventionsmaßnahme, um die Verbreitung der HPAI H5-Viren in Deutschland zu minimieren. Den vollständigen Bericht des FLI zur HPAI-Lage finden Sie unter:  Risikoeinschätzung zur Hochpathogenen Aviären Influenza H5 (HPAI H5) Klade 2.3.4.4B

15.11.2024
Finnland: Umweltschadensgebühr startet 2025
Geflügel

(AgE) Ab 2025 erhebt Finnland eine Umweltschadensgebühr, die insbesondere Landwirtschaftsbetriebe und Tierhalter trifft. Geflügelhaltungsbetriebe mit mehr als 40.000 Plätzen müssen etwa 5.200 Euro jährlich zahlen. Die Gelder dienen zur Finanzierung von Entschädigungen, Sanierungen und zur Vermeidung weiterer Umweltschäden. Der neue Umweltschadenfonds übernimmt diese Gebührenerhebung, um den Staat von Umweltkosten zu entlasten. Die Höhe der Abgaben richtet sich nach dem Verschmutzungsrisiko des jeweiligen Betriebs. So zahlen beispielsweise größere Tierhaltungsbetriebe, Düngemittelhersteller sowie lebensmittelverarbeitende Unternehmen wie Schlachthöfe und Molkereien je nach Größe 2.700 bis 5.200 Euro jährlich. Die Umweltschadensgebühr startet 2025 mit einer Pauschale von 400 Euro, die regulären Gebühren folgen 2026. Der jährliche Beitrag variiert dabei zwischen 200 und 30.000 Euro.

15.11.2024
Kaltplasma-Milbenfalle gegen Rote Vogelmilbe
Geflügel

Die innovative Kaltplasma-Milbenfalle, entwickelt im Rahmen eines Forschungsprojekts des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) in Zusammenarbeit mit der HAWK und der MIK INTERNATIONAL GmbH & Co. KG, erhielt diese Woche die Goldmedaille des EuroTier-Innovation-Awards. Die neue Milbenfalle nutzt kaltes Atmosphärendruckplasma, das gezielt alle Entwicklungsstadien der Milbe, einschließlich ihrer Eier, effizient abtötet. Die Innovation geht auf die Erkenntnis zurück, dass sich Kaltplasma zur Insektenbekämpfung eignet. In der Versuchsanordnung zeigte es sich auch bei Milben als äußerst wirksam. Die Kaltplasma-Falle dient den Milben als attraktiver Unterschlupf und wird in der Nähe der Sitzstangen der Hennen platziert. Die Milben werden in einer speziellen Kammer dem Plasma ausgesetzt und schließlich mithilfe eines automatischen Reinigungssystems entfernt. Das Projekt wurde vom Zweckvermögen des Bundes bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert und erweckte bereits im März 2024 im DBV Fachausschuss Eier und Geflügel großes Interesse.