Das Hessische Landwirtschaftsministerium startet eine Informationskampagne zur Afrikanischen Schweinepest (ASP). Ziel ist es, die Bevölkerung in Südhessen über notwendige Maßnahmen aufzuklären und Verständnis dafür zu schaffen. Großflächenplakate an Autobahnraststätten, begleitet von digitalen Werbespots in Sanitäranlagen, waren der Auftakt. Zusätzlich bietet eine Website Informationen, und seit dem 19. November gibt es Radiospots sowie Anzeigen in Print- und Onlinemedien. Im Fokus stehen Hinweise zur korrekten Entsorgung von Essensresten, der Leinenpflicht und Wegegebot. In Zusammenarbeit mit Kommunen, dem Hessischen Bauernverband und dem Landesjagdverband werden weitere Plakate in den betroffenen Landkreisen verteilt. Die neue Informations-Website finden Sie unter: Startseite | schweinepest.hessen.de
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Lokales aus dem Kreisverband
Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.
Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
20.11.2024
„Herkunftskennzeichen Deutschland“ in QS-Datenbank einsehbar Geflügel
QS-Systempartner können nun in der QS-Datenbank angeben, ob sie ihre Produkte für das Herkunftskennzeichen „Gutes aus deutscher Landwirtschaft“ prüfen lassen möchten. Mit einem Häkchen wird diese Option aktiviert, und der Auditor überprüft beim regulären QS-Audit, ob alle Produktionsschritte in Deutschland stattgefunden haben. Zusätzliche Audits sind nicht nötig, und die geprüfte Herkunft ist für alle nachgelagerten Stufen in der QS-Datenbank sichtbar. Die Lieferberechtigung für das Herkunftskennzeichen gilt nur, wenn sowohl das QS-Audit als auch das Zusatzmodul erfolgreich abgeschlossen wurden. Scheitert das Zusatzmodul, bleibt die QS-Lieferberechtigung bestehen. Die Kriterien für das Herkunftskennzeichen werden über eine separate Checkliste geprüft und können unabhängig vom QS-Audit wiederholt werden.
20.11.2024
Özdemir drängt auf Umsetzung von Gesetzen Geflügel
(AgE) Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir hat eine Liste mit sechs Gesetzesvorhaben vorgelegt, deren Umsetzung noch vor der Wahl aus seiner Sicht angezeigt wäre. Die Neuregelungen seien vor allem aus EU-rechtlichen Gründen dringend geboten oder brächten für die Landwirte bürokratische Entlastungen mit sich, heißt es im Agrarressort. Dazu gehören unter anderem die Änderung des Agrarstatistikgesetzes, der Gesetzentwurf zur Nutzhanfliberalisierung, die nationale Umsetzung der EU-Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten (EUDR) und die Änderung des Tierarzneimittelgesetzes.
15.11.2024
Rindermarkt: Rinderschlachtungen fallen etwas höher aus Milch und Rind
(AMI) Im ausgewerteten Zeitraum von Januar bis September 2024 ist die Zahl der Schlachtungen von Rindern in Deutschland gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr leicht gestiegen. Insgesamt wurden 2,2 Mio. Rinder der Fleischerzeugung zugeführt, das sind 1,1 % mehr als 2023.
Während die Menge der geschlachteten Kühe fast stabil blieb, waren auch bei den Bullen nur leichte Zunahmen im Vergleich mit dem Vorjahr festzustellen. Etwa 18,4 % der Rinderschlachtungen entfallen auf Färsen. Die Schlachtungen dieser stiegen gegenüber dem Vorjahr um 5,6 %. Da die Tiere häufig knapp waren, zeigten die Preise selbst in den Sommermonaten, in denen es üblicherweise zu Preisschwächen kommt, eine steigende Entwicklung.
Die produzierte Fleischmenge nahm mit 1,7 % stärker zu als die Zahl der Schlachtungen. Eine Ursache dafür liegt in den erhöhten Schlachtgewichten. So waren bei fast allen Kategorien überdurchschnittlich hohe Zunahmen bei der produzierten Fleischmenge zu beobachten. Auch hier sind die Färsen zu nennen, bei denen die Fleischerzeugung deutlich stärker stieg als die Schlachtzahlen.
15.11.2024
Termine – Save the date Milch und Rind
(DBV) Am 19. November 2024 um 19:00 Uhr veranstaltet die Fachhochschule Kiel ein Diskussionsforum zu Milchlieferverträgen und Art. 148 mit Vertretern der Wissenschaft, Milcherzeugung und -verarbeitung. Zur Einladung geht es hier.
Das 15. Berliner Milchforum unter dem Titel „Wer die Zukunft will, braucht den Wandel“ wird am 13/14. März 2025 im Titanic Chaussee Hotel Berlin stattfinden. Anmeldungen zum Jahreswechsel unter www.berliner-milchforum.de .
Am 4. Juni 2025 veranstalten BMEL und BZfE in Berlin den 2. Deutschen Ernährungstag unter dem Titel „Initiativ für gutes Essen – gesunde und nachhaltige Ernährungsumgebungen für Kinder und Jugendliche“. Posterbewerbungen sind bis zum 12. Januar 2025 erwünscht.
15.11.2024
Deutscher Bauernverband zum Ampel-Ende Milch und Rind
(DBV) DBV-Präsident Rukwied befürwortet nach dem Ende der Ampel-Koalition zügige Neuwahlen: „Das Ende der Ampel war absehbar und folgerichtig. Dieser ständige Streit in der Regierung musste beendet werden. Es muss jetzt schnellstmöglich Neuwahlen geben, eine Hängepartie können wir uns nicht leisten. Deutschland braucht endlich eine stabile, vertrauensbildende Regierung, auch um die bedeutende Rolle in Europa nicht zu verlieren. Wir benötigen einen echten Politikwechsel mit einem Signal des Aufbruchs für unser Land. Eine Minderheitsregierung wäre sicherlich das Gegenteil. Die Wirtschaft und auch die Landwirtschaft brauchen Perspektiven und eine Agenda, wie unsere Unternehmen wieder wettbewerbsfähig gemacht werden können. Ein echter Bürokratieabbau und Gesetze, die die Wirtschaft nicht weiter belasten, sondern entlasten, sind jetzt dringend notwendig.“
15.11.2024
Milchmarkt Milch und Rind
(AMI, ZMB) In der 44. KW stabilisierte sich die Milchanlieferungsmenge auf einem sehr niedrigen Niveau und lag um 0,8 % unter dem Vorjahresniveau. Die Nachfrage nach abgepackter Butter ist vor Weihnachten hoch, die Verfügbarkeit knapp und zusätzliche Mengen werden oft angefragt. Der Markt für Blockbutter ist knapp, da wegen hoher Rahmpreise wenig produziert wird und Rohstoffzukäufe unrentabel sind. Die Nachfrage bleibt zudem verhalten. Schnittkäse ist in Deutschland stark nachgefragt, ohne Konsumrückgang trotz höherer Preise; Lieferungen nach Südeuropa sind saisonüblich.

Der Markt für MMP belebt sich merklich: Es gibt mehr Anfragen und Abschlüsse, vor allem für Lieferungen im ersten Quartal des nächsten Jahres. Der Markt für VMP zeigt eine leicht festere Tendenz. Markt für MP insgesamt fester. Lebensmittelware ist stark nachgefragt, Preise steigen leicht. Auch nach Futtermittelware besteht Bedarf, dies bei höheren Preisen, Molkenkonzentrat erzielt aufgrund knappen Angebots ebenfalls hohe Preise.
15.11.2024
Terminmärkte: Weizenkurse verlieren Pflanzen
In Paris geben die Weizennotierungen nach, in Chicago brechen sie ein, gedämpfte Exportaussichten belasten.
(AMI) Die Weizenkurse in Paris weiten die Verluste der vorigen Wochen aus. Am 14.11.2024 schloss der Fronttermin Dezember 24 bei 210,75 EUR/t und verfehlt das Vorwochenniveau um 4,50 EUR/t. Am Mittwoch erreichte der Kontrakt ein 2-Monatstief.
Die EU-Weichweizenexporte liegen im bisherigen Wirtschaftsjahresverlauf nach Angaben der EU-Kommission weit unter Vorjahr. Im bisherigen Wirtschaftsjahresverlauf exportierte die Gemeinschaft rund 8,34 Mio. t Weichweizen, verglichen mit 11,96 Mio. t im Vorjahreszeitraum. Vor allem die französischen Weichweizenexporte fallen aufgrund der schlechtesten Ernte seit über 40 Jahren deutlich geringer aus. Vom eigentlich größten EU-Exporteur werden bislang nur 0,90 Mio. t gemeldet. Zum Vorjahreszeitpunkt waren es bereits 2,27 Mio. t. Hinzu kommen diplomatischen Spannungen zwischen Frankreich und Algerien. Das für die EU wichtige Abnehmerland schließt seit über einem Monat Getreideimporte aus Frankreich aus. Daher liegen zum jetzigen Zeitpunkt Lettland mit 1,04 Mio. t, Litauen mit 1,12 Mio. t und Rumänien mit 2,49 Mio. t vor Frankreich als wichtigste EU-Weizenexporteure.
Der enorme Konkurrenzdruck aus der Schwarzmeerregion beeinträchtigt das EU-Ausfuhrpotenzial zusätzlich. Das könnte sich jedoch demnächst ändern, wenn die Ukraine Mindestexportpreise einführt und Russland Exportzölle und Mengenquoten. Die russischen Exporte verloren etwas an Fahrt, liegen mit knapp 1 Mio. t pro Woche aber immer noch leicht über Durchschnitt. Russischer Weizen mit 12,5 % RP ist mit 226 USD/t fob weiterhin günstiger als Weizen aus Frankreich (227 USD/t fob für 11,5er) und Deutschland (240 USD/t fob für 12,5er), aber teurer als 12,5er Weizen aus Rumänien mit 221 USD/t fob. 11,5er aus Russland oder der Ukraine werden aktuell mit 219 USD/t fob bewertet. Die am Weltmarkt aktuell ohnehin geringe Nachfrage wird somit oftmals Richtung Schwarzmeer gelenkt, auch von traditionellen EU-Destinationen wie Westafrika oder dem Nahen Osten. Die Ankunft der Weizenernten der südlichen Hemisphäre erhöht zusätzliche die Exportkonkurrenz. Der sehr schwache Eurokurs, der zu Wochenbeginn auf den niedrigsten Stand seit einem Jahr fiel, konnte den Kursverlust nur marginal dämpfen.
Jenseits des Atlantiks ging es für die Weizenkurse ebenfalls abwärts. Am 14.11.2024 lag der Weizenschlusskurs an der CBoT bei umgerechnet 185 EUR/t und damit knapp 15 EUR/t unter Vorwoche. Insbesondere der feste US-Dollar belastete in den vorigen Handelstagen die Chicagoer Notierungen. Denn bei einer steigenden Handelswährung wird US-Weizen für Abnehmer aus anderen Währungsländern teurer.

15.11.2024
Getreide-Kassamarkt trennt sich vom Terminmarkt Pflanzen
Während am Terminmarkt aufgrund erhöhter Ernteschätzungen und verringerter Exportchancen die Kurse nachgeben, können die meisten Futtergetreide, außer Mais, am Kassamarkt zulegen.
(AMI) Dass die Terminmärkte bei Weizen und Mais in dieser Woche nachgeben, zeigt an den Kassamärkten wenig Wirkung. Die Gebote des Erfassungshandels liegen mit Ausnahme für Mais über Vorwochenlinie und auch der Großhandel verlangt meistens mehr. So verteuert sich Futterweizen in der 48. KW gegenüber Vorwoche um einen Euro auf 225 EUR/t franko Südoldenburg. In den Niederlanden werden allerdings mit 225 EUR/t ein Euro weniger verlangt. Futtergerste ist hierzulande preisstabil, franko Südoldenburg werden 206 EUR/t aufgerufen, in den Niederlanden mir 212 EUR/t sogar 2 EUR/t mehr. Körnermais kann sein bisheriges Niveau allerdings nicht halten und gibt an allen Standorten um 2 EUR/t nach; franko Südoldenburg auf 228 EUR/t, franko Niederlande auf 225 EUR/t, franko Oberrhein auf 218 EUR/t.
Auf Erzeugerstufe wird, obwohl die Gebote steigen, wenig offeriert. Anbieter erwarten Aufgelder um Lagerware zu mobilisieren. Die werden vom Erfassungshandel manchmal gewährt, weil dort die Vorräte schwinden, aber Verarbeiter sind kaum bereit für ihre Bedarfsspitzen mehr zu zahlen. Aktuell wird eher lustlos die 1. Jahreshälfte 2025 besprochen. Umsätze kommen nicht zustande, denn die Preisvorstellungen liegen zu weit auseinander. Während die einen auf das Plus an der Matif für den März-Kontrakt hinweisen, gehen andere davon aus, dass sich die Prämie sehr schnell in nichts auflöst, wenn der März als Fronttermin nach vorne gerückt ist. Erzeuger verkaufen nicht gern. Die Prämien für Weizenqualitäten sind geschrumpft, liegen aber deutlich niedriger als zum Vorjahreszeitpunkt. Damals lagen Brot- und Futterweizen noch 22 EUR/t auseinander, aktuell sind es nicht einmal mehr 7 EUR/t. Auf Großhandelsstufe sind sie nahezu identisch mit 227/226 EUR/t. Und weil das prompte Kassageschäft nur zäh läuft, werden Kontrakte auf die Ernte 25 überhaupt nicht angesprochen.
15.11.2024
Raps 100 EUR/t über Vorjahreslinie Pflanzen
Die Erzeugerpreise für Raps klettern weiter. Das Angebot nimmt merklich zu. Allerdings werden die Lagerbestände zunehmend dünner.
(AMI) Nahezu durchweg aufwärts ging es an der Pariser Börse. Dabei verzeichnete der Rapskurs Tagesgewinne von bis zu 11,25 EUR/t. Mit 539 EUR/t kletterte die Notierung zwischenzeitlich sogar auf den höchsten Stand seit Anfang März 2023. Der Wert konnte zum Wochenwechsel jedoch nicht gehalten werden. Das führte dazu, dass der Fronttermin Februar am 14.11.2024 mit 530,50 EUR/t rund 2,25 EUR/t unter dem Niveau der Vorwoche schloss. Die Folgetermine reagierten ähnlich. Im Fokus blieben dabei unter anderem die Entwicklungen in Übersee. So profierte EU-Raps von dem Kursanstieg für US-Soja. Hier sorgte die jüngste Prognose des USDA zuletzt für Aufwind, denn die US-Behörde korrigierte ihre Prognose der US-Sojaernte merklich nach unten. Hinzu kam die enttäuschende EU-Ernte von Sonnenblumenkernen.
Mit dem anfangs deutlichen Kursanstieg ging es auch auf Großhandelsstufe aufwärts. So waren fob Hamburg zur Lieferung ab März mit 541 EUR/t bei unverändertem Aufgeld rund 24 EUR/t mehr im Gespräch. Franko Niederrhein wurden zur Lieferung ab Januar indes bei leicht angehobener Prämie (+1) bis zu 551 EUR/t verlangt. In der Vorwoche waren noch 526 EUR/t möglich. Für Partien der Ernte 2025 wurden bis zu 490 EUR/t in Aussicht gestellt. Nennenswerte Umsätze blieben dabei weiterhin aus, auch wenn die Anfragen zuletzt etwas zunahmen. Das Kaufinteresse konzentrierte sich dabei vorrangig auf Partien zur Lieferung zwischen April und Juni 2025. Austral-Ware wurde bislang kaum besprochen.
Auch auf Erzeugerstufe kletterten die Rapspreise weiter. Mit 499,30 (440-525) EUR/t näherten sich die Forderungen im Bundesdurchschnitt sogar wieder der Linie von 500 EUR/t an. Gegenüber Vorwoche ein deutliches Plus von 17,90 EUR/t. Zum Vorjahreszeitpunkt erhielten Erzeuger im Durchschnitt noch rund 100 EUR/t weniger. Die kräftigen Preissteigerungen haben die Abgabebereitschaft der Erzeuger regional angekurbelt. Wer noch Raps in den Lagern liegen hat, verkauft oder schließt Vorkontrakte für die Ernte 2025 ab. Hier sind im Mittel 461,20 (430-510) EUR/t möglich und damit 12 EUR/t mehr als in der Vorwoche.