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Lokales aus dem Kreisverband
Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.
Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
13.09.2024
Antibiotikaverbrauchsmengen 2023 Geflügel
Das Bundesinstitut für Risikobewertung veröffentlichte am 30. August 2024 die Daten zum Antibiotikaverbrauch und zur Therapiehäufigkeit für das Jahr 2023. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 478 Tonnen Antibiotika verbraucht, was 88 % der im Tierarzneimittel-Abgabemengen-Register erfassten Abgabemenge von 2022 entspricht. Auf den Bereich Geflügel fielen dabei 28 % (137 t), aufgeteilt in 14 % (69 t) Puten und 14 % (68 t) Hühner. Fast die Hälfte der Gesamtverbrauchsmenge entfiel auf Schweine (232 t), gefolgt von Rindern (109 t). Um das Tierarzneimittelgesetz an europäische Vorgaben anzupassen, wurden unter anderem neue Nutzungsarten eingeführt, die Meldepflicht an Tierärzte übertragen und Wirkstoffe der AMEG-Kategorie B stärker gewichtet. Die Berechnung der Benchmarking-Kennzahlen erfolgt nun jährlich. Bei den Hühnern ist die Einschränkung auf die Mast aufgehoben und die Jung- und Legehennen (Bestandsuntergrenzen: Legehennen 4.000, Junghennen 1.000) sind neu dazugekommen, die Nutzungsart der Masthühner bleibt unverändert bestehen. Der Antibiotika-Einsatz in Tierbeständen, die unterhalb der Bestandsuntergrenzen liegen, wird in der Antibiotika-Beobachtung erfasst. Es wurden neue Nutzungsarten definiert, die vollständig in die Antibiotika-Beobachtung fallen: Hühner- und Puten-Eintagsküken und sonstige Hühner und Puten. Den vollständigen Bericht finden Sie hier:
https://www.bfr.bund.de/cm/343/antibiotika-verbrauchsmengen-und-therapiehaeufigkeit-2023.pdf?s=03
13.09.2024
Frankreich startet neue Impfrunde gegen Vogelgrippe bei Enten Geflügel
Das französische Landwirtschaftsministerium hat weitere 67,75 Millionen Dosen eines Impfstoffs gegen die Vogelgrippe (HPAI) gekauft. Am 30. August 2024 traf sich der Lenkungsausschuss zur Entenimpfung gegen die HPAI, dabei wurden die Kosten der Impfkampagne von Oktober bis Dezember 2024 festgelegt. Die Kampagne startet am 01.10.2024, wobei die Regierung in den ersten drei Monaten 70 % der Kosten übernimmt. Das Landwirtschaftsministerium verantwortet den Kauf, die Lagerung und Verteilung des Impfstoffs sowie die Überwachung der Impfprozesse und virologische Analysen. Die Geflügelhalter sind für die Durchführung der Impfung verantwortlich. Die erste Impfrunde begann im Oktober 2023, unterstützt mit 96 Mio. Euro, und reduzierte HPAI-Ausbrüche deutlich. Bis August 2024 wurden über 50 Mio. Enten geimpft. Angesichts neuer HPAI-Fälle bei Möwen in der Bretagne betont das Ministerium die Wichtigkeit von Überwachung, Biosicherheit und Impfung. In den letzten drei Jahren stellte der Staat bereits über 1 Mrd. Euro Entschädigungen für den Geflügelsektor bereit.
13.09.2024
Antarktis nun auch von Vogelgrippe betroffen Geflügel
Die Vogelgrippe hat nun auch die Antarktis erreicht, eine Region, die bisher verschont geblieben war. Da die dort lebenden Tiere keinen Kontakt mit dem Virus hatten, besitzen sie keinen Immunschutz. Erste tote Vögel wurden im Februar auf der Antarktischen Halbinsel gefunden. Ein internationales Forscherteam verfolgte den Weg des H5N1-Virus, das vermutlich über antarktische Seevögel aus Südamerika eingeschleppt wurde. In der Antarktis leben Vögel oft in großen Kolonien, was die Ausbreitung begünstigt. H5N1 wurde auf den Falklandinseln, Südgeorgien und bei verschiedenen Vogelarten sowie Säugetieren nachgewiesen, die sich wohl über tote Vögel infiziert haben. Australien und die Insel Neuseeland ist nun der einzige Kontinent ohne H5N1-Nachweis, jedoch wird befürchtet, dass das Virus auch dort ankommt. Die Ausbreitung schreitet weiter voran, auch bis in den Süden der Antarktis. Australische und neuseeländische Behörden bereiten sich auf eine mögliche Einschleppung vor.
13.09.2024
Blauzungenkrankheit: Informationsblatt für Tierhalter und Tierärzte Milch und Rind
Das Blauzungenvirus vom Serotyp 3 (BTV-3), das sich seit September 2023 von den Niederlanden ausgehend mit einer enormen Dynamik in Deutschland ausgebreitet hat, verursacht insbesondere bei Schafen und Rindern Erkrankungen, Todesfälle und wirtschaftliche Schäden z. B. durch massive Einbrüche in der Milchleistung, Fruchtbarkeitsstörungen oder langanhaltende Klauenprobleme. Dies wird sich in den kommenden Jahren wiederholen – wenn nicht geimpft wird. Anfangs sind bei Schafen schwerwiegendere Krankheitserscheinungen und Verluste als bei Rindern beobachtet worden. Es mehren sich aktuell aber Hinweise auf eine verstärkte klinische Symptomatik auch bei Rindern.
Zwischen dem Nds. Landwirtschaftsministerium, dem Nds. Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, der Nds. Tierseuchenkasse, der Nds. Tierärztekammer und dem Landvolk wurde das Informationsblatt „Blauzungenkrankheit – Empfehlung zur Impfung, Informationen für Tierhalter und Tierärzte“ abgestimmt. Das Informationsblatt ist dieser Meldung angefügt.
13.09.2024
Blauzungenkrankheit: Landvolk ruft zur Impfung auf Milch und Rind
Auch Landesvereinigung und Tierseuchenkasse halten Impfung für den besten Schutz für Rinder und Schafe
L P D – Das Landvolk ruft gemeinsam mit der Niedersächsischen Tierseuchenkasse und der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen dringend Schaf- und Rinderhalter auf, ihre Bestände gegen das Blauzungenvirus impfen zu lassen. Der Ausbruch der Blauzungenkrankheit (BTV) erfasst seit Ende Juli in einer gewaltigen Infektionswelle weite Gebiete Deutschlands. Diese Tierseuche verursacht aktuell erhebliches Tierleid bei empfänglichen Wiederkäuern und große wirtschaftliche Schäden bei den betroffenen Tierhaltern. Die Impfung gegen BTV bietet den einzigen Schutz der Tiere vor einem schweren Verlauf.
Die Übertragung des Virus findet nicht direkt von Tier zu Tier statt, sondern wird indirekt durch Gnitzenübertragen. Diese ein bis drei Millimeter großen Mücken sind dämmerungs- und nachtaktiv, fliegen nur kurze Distanzen, können aber vom Wind über große Strecken verbreitet werden. Aufgrund der Gnitzen-Infektion breitet sich die Krankheit nicht sofort auf den gesamten Bestand aus. „Deshalb rufen wir in Abstimmung mit dem beratenden Hoftierarzt dazu auf, auch in Beständen, die von Ausbrüchen in der unmittelbaren Nachbarschaft bedroht sind, oder in denen es bereits zu ersten Erkrankungsfällen gekommen ist, mit Impfmaßnahmen zu beginnen“ erklärt Frank Kohlenberg, Vizepräsident des Landvolks.
„Die Impfung bietet derzeit den einzigen effektiven Schutz gegen die klinischen Symptome, Tierverluste und vor der Virusausbreitung“ betont Dr. Susanne Eisenberg, stellvertretende Geschäftsführerin der Niedersächsischen Tierseuchenkasse. Sie verweist damit auf die aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIko Vet). Seit Juni 2024 stehen drei geeignete Impfstoffe zum Schutz der Tiere zur Verfügung.
Ein weiteres Argument für die Impfung ist die fehlende Herdenimmunität nach überstandener Krankheit, da im Bestand nicht jedes Tier vom Virus der Blauzungenkrankheit infiziert wird. „Aktuelle Daten aus den Niederlanden belegen, dass in Schafherden nach einer Infektion keine nennenswerte Herdenimmunität auf Grund der hohen Sterberate infizierter Tiere festzustellen war. Auch in Rinderbetrieben war nach einer Infektion im Schnitt nur ein Viertel der Tiere durch Antikörper geschützt. Demnach können sich Herden trotz einer durchgemachten Erkrankung erneut mit dem Virus infizieren“, erklärt Dr. Eisenberg.
„Auch wirtschaftliche Folgeschäden durch Milchrückgang bei Rindern können durch die Impfung effektiv reduziert werden“, führt Dr. Jan-Hendrik Paduch, Geschäftsführer der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen, aus. Gerade weil immer nur ein Teil der Herde von einer Infektion betroffen ist, ist auch in betroffenen Herden die Impfung sowohl für den Moment als auch mit Blick in die Zukunft ein wichtiger Schutz für die noch gesunden Tiere. „Wir erwarten, dass die Gnitzen bis in den späten Herbst und schlimmstenfalls das ganze Jahr über weiter aktiv sind. Und sollte es ein milder Winter werden, wird auch im nächsten Jahr das Virus nicht aus den Gnitzen verschwunden sein“, ist sich Landvolk-Vizepräsident und Milchviehhalter Kohlenberg sicher. (LPD 70/2024)
11.09.2024
Jetzt noch mitmachen: Unterschriftenaktion gegen das Tierschutzgesetz Schwein
Noch bis zum 20. September ist es möglich, sich für die vom Deutschen Bauernverband und den Landesbauernverbänden ins Leben gerufene Unterschriftenaktion gegen die geplante Änderung des Tierschutzgesetzes einzutragen. Ihre aktive Teilnahme ist von größter Bedeutung! Informationen zur Aktion und die Möglichkeit zur Unterzeichnung finden Sie unter folgendem Link: https://www.bayerischerbauernverband.de/tierschutzgesetz-so-nicht
11.09.2024
Rentenbank hilft bei ASP-Schäden Schwein
Die Landwirtschaftliche Rentenbank erweitert ihr Programm „Liquiditätssicherung“ auf Schäden, die Tierhalter durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) erleiden. Dies betrifft insbesondere Betriebe, die von den strengen Einschränkungen in den Sperrzonen zur Eindämmung der ASP betroffen sind. Laut Rentenbank ermöglicht das Programm, Landwirten Kredite zu den Konditionen des „LR-TOP“-Programms zu erhalten. Diese Darlehen können mit Laufzeiten von vier, sechs oder zehn Jahren für betriebsnotwendige Ausgaben genutzt werden. Antragsberechtigt sind alle Betriebe, die ihren Sitz oder Flächen innerhalb der Sperrzonen haben und einen Umsatz- oder Ergebnisrückgang von mindestens 30 %, verursacht durch die ASP, nachweisen können.
11.09.2024
TierSeuchenInformationsSystem neu gestaltet Schwein
Mit dem TierSeuchenInformationsSystem (TSIS) stellt das Friedrich-Loeffler-Institut aktuelle Informationen zu anzeigepflichtigen Tierseuchen zur Verfügung. Seit diesem Wochenende hat die Website eine neue Benutzeroberfläche. Die grafische Darstellung der Seuchenlage wurde deutlich verbessert und es gibt neue Möglichkeiten zur Filterung und für Downloads.
Unter folgendem Link finden Sie die neue Seite: https://tsis.fli.de/cadenza/