Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

11.09.2024
Antibiotikaverbrauchsmengen 2023
Schwein

Das Bundesinstitut für Risikobewertung veröffentlichte am 30. August 2024 die Daten zum Antibiotikaverbrauch und zur Therapiehäufigkeit für das Jahr 2023. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 478 Tonnen Antibiotika verbraucht, was 88 % der Abgabemenge von 2022 entspricht. Fast die Hälfte entfiel auf Schweine (232 t), gefolgt von Rindern (109 t) und je 14 % auf Puten (69 t) und Hühner (68 t). Um das Tierarzneimittelgesetz an europäische Vorgaben anzupassen, wurden unter anderem neue Nutzungsarten eingeführt, die Meldepflicht an Tierärzte übertragen und Wirkstoffe der AMEG-Kategorie B stärker gewichtet. Die Berechnung der Benchmarking-Kennzahlen erfolgt nun jährlich. Bei Schweinen wurden folgende Änderungen vorgenommen: Alle abgesetzten Ferkel bis 30 kg werden nun erfasst, nicht nur Mastferkel, wobei der Vergleich zwischen den alten und neuen Kategorien möglich bleibt. Die Kategorie der Mastschweine ab 30 kg bleibt unverändert und gilt für Betriebe mit mehr als 250 Tieren. Neu hinzugekommen sind Zuchtschweine (Sauen und Eber) sowie nicht abgesetzte Saugferkel ab einem Bestand von 85 Tieren. Den vollständigen Bericht finden Sie hier:

https://www.bfr.bund.de/cm/343/antibiotika-verbrauchsmengen-und-therapiehaeufigkeit-2023.pdf?s=03

11.09.2024
Schweden beantragt ASP-Freiheit bei der EU
Schwein

(AgE) Schweden hat bei der Europäischen Union den Antrag gestellt, erneut als frei von Afrikanischer Schweinepest eingestuft zu werden. In Schweden war am 06.09.2023 erstmals eine Infektion nachgewiesen worden. Nach Angaben des schwedischen Agrarministeriums vom 05.09. gab es seit einem Jahr keinen weiteren Fall im Land. Dies würde zur Aufhebung der Restriktionszone und zur Entfernung des Zauns um das Kerngebiet führen.

11.09.2024
Aktualisierte Stellungnahme zur Impfung gegen BTV-3
Milch und Rind

(FLI, Stand 10.09.2024) Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) weist aktuell darauf hin, dass die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) in einer aktualisierten Stellungnahme die dringende Empfehlung wiederholt hat, empfängliche Wiederkäuer gegen BTV-3 impfen zu lassen!

Der aktuelle BTV-3-Ausbruch, der sich seit September 2023 von den Niederlanden her über Teile Nordrhein-Westfalens, Niedersachsens, Bremens und Rheinland-Pfalz ausgebreitet hat, erfasst seit Ende Juli in einer gewaltigen Infektionswelle weitere Gebiete in Deutschland. Durch den Ausbruch werden aktuell erhebliches Tierleid bei empfänglichen Wiederkäuern und große wirtschaftliche Schäden verursacht. Die Impfung gegen BTV bietet den einzigen Schutz der Tiere vor einem schweren Verlauf. Mit der Zweiten Verordnung über bestimmte Impfstoffe zum Schutz vor der Blauzungenkrankheit (BTV-3-ImpfgestattungsV) ist die Anwendung von drei Inaktivatimpfstoffen mit einer BTV-3 Komponente zum Schutz empfänglicher Tiere gestattet. 

Die StIKo Vet empfiehlt mit großer Dringlichkeit, gefährdete Wiederkäuer unverzüglich mit einem der zur Anwendung gestatteten BTV-3-Impfstoffe zu impfen. Auch in Beständen, die von Ausbrüchen in der unmittelbaren Nachbarschaft bedroht sind, oder in denen es bereits zu ersten Erkrankungsfällen gekommen ist, ist es in den nächsten Wochen noch sinnvoll mit Impfmaßnahmen zu beginnen. Die Ausbreitung durch die Gnitzen wird im September ihren Höhepunkt erreichen. Es ist damit zu rechnen, dass die Infektionswelle bis Ende Oktober 2024 auch bislang nicht betroffene Gebiete erreicht haben wird.

Weiterhin besteht nach wie vor das Risiko eines Eintrages anderer BTV-Serotypen nach Deutschland. So gibt es derzeit in Frankreich ein aktives BTV-8 Geschehen, das jüngst einen ersten Betrieb in der Schweiz erreicht hat. Die Aufrechterhaltung des Impfgürtels im Südwesten der Bundesrepublik mindestens gegen BTV-8 wird daher befürwortet.

Weiterführende Informationen sowie die aktualisierte Stellungnahme der StiKo Vet finden Sie unter: https://stiko-vet.fli.de/de/aktuelles/einzelansicht/aktualisierte-stellungnahme-zur-impfung-gegen-btv-3/.

06.09.2024
Schweineschlachtungen liegen auf Vorjahres-niveau
Schwein

(AMI) – In der EU wurden im ersten Halbjahr 2024 gut 109 Mio. Schweine geschlachtet. Das waren fast genau so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. In den beiden Jahren zuvor war ein deutlicher Einbruch der Schlachtungen festzustellen.

Die Entwicklung in den verschiedenen Staaten ist unterschiedlich. Insgesamt wiegen sich die Reduzierungen und Zunahmen jedoch auf. Größter Produzent ist nach wie vor Spanien mit gut 26 Mio. geschlachteten Schweinen. Das sind knapp 2 % weniger als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Auf dem zweiten Rang folgt Deutschland, wo die Schweineschlachtungen das Vorjahresniveau minimal übertreffen. Die Anzahl der geschlachteten Schweine in den übrigen Ländern fällt deutlich geringer aus als bei den beiden Hauptproduzenten. An den Platzierungen hat sich gegenüber dem Vorjahr nur wenig verändert. Die Niederlande sind einen Platz vorgerückt und haben Dänemark überholt. Zudem hat Ungarn mit einer Produktionszunahme um 7 % Österreich auf dem zehnten Rang ersetzt.

Nachdem in den Vorjahren in zahlreichen Staaten schwierige wirtschaftliche Bedingungen für Schweinehalter herrschten, nahmen die Bestände und dadurch die Erzeugung von Schweinefleisch rapide ab. Im aktuellen Jahr wurde diese Entwicklung durch die vielerorts verbesserte wirtschaftliche Lage der Produzenten gestoppt.

06.09.2024
Zu wenig heimisches Geflügel
Geflügel

(AgE) Der Bedarf an Geflügelfleisch in Deutschland übersteigt die heimische Produktion deutlich, was zu einem erheblichen Importüberschuss führt. Im ersten Halbjahr 2024 wurden laut der Online-Datenbank des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 329.400 Tonnen Geflügelfleisch und Geflügelschlachtnebenerzeugnisse importiert, während lediglich 200.900 Tonnen exportiert wurden. Dies ergibt einen Einfuhrüberschuss von 128.550 Tonnen. Im Vergleich zu 2022 hat sich dieser Überschuss um etwa 39.800 Tonnen erhöht. Während sich die Import- und Exportmengen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2023 kaum verändert haben, sind im Vergleich zu 2021 und 2020 klare Entwicklungen zu erkennen. Im Gegensatz dazu bleibt der Exportüberschuss bei Schweinefleisch zwar weiterhin hoch, lag in diesen Jahren jedoch bei 484.300 beziehungsweise 453.700 Tonnen. Bei Rindfleisch hingegen ist die heimische Produktion im Vergleich zum Inlandsbedarf nur moderat unterlegen.

06.09.2024
Neues Herkunftskennzeichen im Handel
Geflügel

Der Lebensmitteleinzelhandel hat begonnen, lizenzierte Produkte wie Eier, frisches Geflügel-, Schweine- und Rindfleisch, Obst, Gemüse, Kartoffeln sowie bestimmte Milchprodukte mit dem neuen Zeichen „Gutes aus deutscher Landwirtschaft“ zu kennzeichnen. Unternehmen wie ALDI, EDEKA, Kaufland, Lidl, REWE und andere haben seit April 2024 Verpackungen und Etiketten entsprechend angepasst. In den kommenden Wochen werden immer mehr Artikel mit diesem Herkunftskennzeichen sichtbar sein. Das Zeichen steht laut ZKHL für Transparenz und Qualität. Es stelle sicher, dass alle Produktionsschritte entlang der Wertschöpfungskette in Deutschland erfolgt sind. Ziel des Zeichens sei es, die Wertschätzung für Lebensmittel mit deutscher Herkunft nachhaltig zu fördern und die heimische Landwirtschaft zu stärken.

06.09.2024
Schweizer Eierbranche beendet Kükentöten bis 2025
Geflügel

Während in Ländern wie Deutschland, Frankreich und Österreich das Kükentöten gesetzlich verboten wurde, setzt die Schweizer Eierbranche auf eine freiwillige Lösung. Gallosuisse, die Vereinigung der Schweizer Eierproduzenten, gab kürzlich am 30. August 2024 bekannt, dass die Eiererzeuger bis Ende 2024 freiwillig aus dem Kükentöten aussteigen werden. Ab 2025 soll im konventionellen Bereich die In-ovo-Geschlechtsbestimmung eingeführt werden. Im Bio-Sektor wird auf alternative Haltungsmodelle wie die Aufzucht von Bruderhähnen und die Haltung von Zweinutzungshennen gesetzt. Die Umstellung wird zu einer leichten Preiserhöhung bei Eiern führen. Gallosuisse rechnet mit Mehrkosten von rund 3 Schweizer Franken (3,2 Euro) pro weiblichem Küken. Für Verbraucher könnte dies eine Preissteigerung von bis zu 1,6 Cent pro Ei bedeuten, auch bei Bio-Eiern.

06.09.2024
Immer mehr moderne Technik in Nutztierbetrieben
Geflügel

Moderne Technik erleichtert den Arbeitsalltag in der Landwirtschaft zunehmend, auch in den 161.700 tierhaltenden Betrieben in Deutschland. Diese setzen spezielle Maschinen für die Fütterung, die Regulierung des Stallklimas, die Überwachung der Tiere ein. Laut der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) nutzten 2022/2023 fast die Hälfte dieser Betriebe (77.850 Betriebe, 48 Prozent) mindestens ein solches System. Die Angaben basieren auf Daten der Agrarstrukturerhebung 2023 und beziehen sich auf den Stichtag 1. März 2023. Als tierhaltende Betriebe gelten in diesem Kontext solche, die eine Mindestanzahl an Nutztieren aufweisen, wie beispielsweise Geflügelbetriebe mit mindestens 1.000 Tieren. Besonders häufig kam spezielle Technik im Bereich der Fütterung zum Einsatz. Etwa 35 Prozent der tierhaltenden Betriebe (56.100) setzten Mahl- und Mischgeräte zur Futtervorbereitung ein. Zudem verfügten 19 Prozent der Betriebe (31.160) über automatische Fütterungssysteme. Ebenso regulierten 19 Prozent (30.310) das Stallklima automatisch. Rund 17 Prozent der Tierhalterinnen und Tierhalter (28.290) nutzten Technik zur automatischen Überwachung der Tierbestände. Dazu zählen unter anderem Warn- und Trackingsysteme, Fütterungs- und Tränkaufzeichnungen, Kamera- und Tonaufnahmen sowie Aktivitätsmessungen und Temperatur- und Gewichtsaufzeichnungen der Tiere.